Anleitung Ölbild mit Lasurtechnik

Anleitung für ein Ölbild mit Lasurtechnik 

Bei der Lasurtechnik werden, etwa vergleichbar mit der Aquarellmalerei, dünne Farbschichten übereinandergelegt, wodurch transparente, aber intensiv leuchtende Farbflächen entstehen.  

Der Vorteil von Ölfarben gegenüber Aquarell- oder Wasserfarben liegt darin, dass die Farben kräftiger und intensiver sind. Allerdings trocknen Ölfarben langsamer und auch hinsichtlich des Fließverhaltens gibt es Unterschiede. 

Für die Lasurtechnik können sowohl normale, mit Malmitteln oder Leinöl verdünnte Ölfarben als auch wasservermischbare Ölfarben verwendet werden, die die benötigte dünnflüssige Konsistenz durch das Beimischen von Wasser erhalten.  

Sinnvoll ist allerdings, ein zusätzliches Malmittel zu verwenden, das die Trocknungszeit verkürzt und zeitgleich die Verbindung mit dem Malgrund positiv beeinflusst.  

Als Malgrund eignet sich vor allem bei ersten Versuchen Malkarton am besten. Wichtig dabei ist, dass es sich um widerstandsfähiges Papier mit einem Gewicht von mindestens 300 Gramm pro Quadratmeter handelt, das die Ölfarben sicher aufnimmt, sich dabei aber nicht wellt.  

 

Hier nun eine grundlegende Anleitung für ein Ölbild mit Lasurtechnik: 

 

        Im ersten Schritt wird das Motiv auf den Malkarton skizziert.  

Hierfür eignet sich am besten ein weicher Bleistift, wobei es ausreicht, nur die Konturen aufzuzeichnen, Licht und Schatten oder kleine Details sind nicht notwendig. Anschließend kann das Papier leicht, aber gleichmäßig befeuchtet werden. 

 

        Im nächsten Schritt wird der Hintergrund gestaltet.  

Dazu werden der oder die gewünschten Farbtöne vermischt und solange mit den entsprechenden Malmitteln verdünnt, bis die Konsistenz an Milch erinnert. Insgesamt sollte für den Hintergrund aber ein eher heller Farbton verwendet werden. Die verdünnte Farbe wird nun mit einem breiten Pinsel aufgetragen, wobei Elemente im Vordergrund ausgespart werden.  

Auf diesem Grundton werden nun auch gleich die Schatten im Hintergrund angelegt. Dazu wird der Grundton etwas abgedunkelt und an den gewünschten Stellen auf die Hintergrundfarbe aufgetragen. 

 

        Dann geht es mit der Gestaltung der vordergründigen Bildelemente weiter.  

Auch diese werden in mehreren Farbschichten angelegt, immer von hell nach dunkel. Sofern weiße Stellen sichtbar bleiben sollen, werden diese Stellen aber nicht übermalt, denn bei der Lasurtechnik entsteht Weiß allein durch das Papier oder die Leinwand, aber nicht durch aufgetragene weiße Farbe. 

 

        Feine Details werden zum Schluss gemalt.  

Allerdings wird die Ölfarbe hierbei nicht mehr in verdünnter Form verwendet, denn dadurch würde sie verschwimmen, so dass scharfe Konturen kaum noch umsetzbar sind. Für feine Details bietet sich somit die Farbe direkt aus der Tube an, für den Auftrag werden entsprechend dünne Pinsel verwendet.

 

        Ist das Bild fertiggestellt und müssen auch
keine Korrekturen mehr vorgenommen werden, muss es trocknen.
 
 

Je nachdem, welche Ölfarben verwendet wurden und wie hoch der Anteil des Trocknungsbeschleunigers ist, dauert der Trocknungsprozess zwischen mehreren Tagen bis hin zu einigen Wochen.  

Erst nach dem vollständigen Trocknen kann eine Schlussfirnis aufgetragen und das Bild gerahmt sowie aufgehängt werden. 

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