Infos zu Pigmenten und Farbstoffen

Übersicht und Infos zu Pigmenten und Farbstoffen 

Pigmente und Farbstoffe bilden die Grundlage von Farben, die im Fall von Ölfarben mit Ölen und weiteren Inhaltsstoffen angerieben werden. Dabei hat jedes Pigment nicht nur unterschiedliche optische Eigenschaften, sondern unterscheidet sich auch hinsichtlich der physikalischen Merkmale.  

So gibt es ungleichmäßige, runde, glatte und gezackte Pigmente, Pigmente die sich nur eingeschränkt mit einem Bindemittel verbinden, und Pigmente, die ein Bindemittel vollständig aufsaugen.  Im Wesentlichen wird zwischen organischen und anorganischen Substanzen unterschieden.

Organische Verbindungen setzten sich aus Molekülen zusammen, die aus Kohlenstoff verbunden mit Wasserstoff, Sauerstoff oder Stickstoff bestehen. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei anorganischen Verbindungen um Verbindungen aus Elementen wie beispielsweise Metallen, wobei auch in metallischen Verbindungen prinzipiell organische Pigmente auftreten können.  

Grundsätzlich gilt, dass Farben organischen Ursprungs leuchtender und sauberer erscheinen, während Farben anorganischen Ursprungs dazu neigen, gräulich-trüb zu wirken, sich damit aber gut für die Darstellung von beispielsweise Schatten eignen. 

Hier nun eine Übersicht über den Ursprung
von Pigmenten und Farbstoffen:
 

 

        Die Farbe Weiß wird schon seit jeher als Färbemittel verwendet.  

Seinerzeit wurden Weißtöne aus Kreide gewonnen, die im Boden vorkam, oder später auch aus grauweißer Asche, die beim Verbrennen von Tierknochen entstand. Heute gibt es Weißtöne mit unterschiedlichsten Eigenschaften, die sich sowohl zum Bemalen von Farbflächen als auch zum Mischen von Farbtönen eignen. 

 

        Die Farbe Schwarz gehört ebenfalls zu den sehr alten Färbemitteln.  

Anfänglich handelte es sich um Knochenschwarz, das durch das Verbrennen von Tierknochen in geschlossener Umgebung gewonnen wurde und als Elfenbeinschwarz bezeichnet wird. Später wurde schwarze Farbe auch aus Lampenschwarz gewonnen.  

Zwischenzeitlich machte die Pigmentchemie zwar deutliche Fortschritte, ein Pigment, das an die überaus positiven Eigenschaften dieser beiden Kohlenstoffpigmente heranreicht, wurde bislang jedoch nicht gefunden. 

 

        Erdfarben zeichnen sich durch das enthaltene
Aluminiumsilikat durch eine enorme Leuchtkraft aus. 
 

Große Werke von beispielsweise Rembrandt sind mithilfe echter Siena-Erdfarben entstanden. Heute werden kaum noch echte Erdfarben hergestellt und anstelle von natürlichen Erdpigmenten werden synthetische Eisenoxide verwendet, die jedoch nur unwesentliche Qualitätsunterschiede aufweisen. 

 

        Rottöne

Rottöne wurde ursprünglich aus dem Mineral Zinnober hergestellt und vermutlich in China zum Zinnoberrot weiterentwickelt. Da die Herstellung jedoch hohe Vergiftungsgefahren birgt, wird heute anstelle von Zinnoberrot Kadmium verwendet.  

Die Vielfalt der heute erhältlichen Rot- und Orangetöne rührt primär aus der Entwicklung von synthetischen organischen Pigmenten. 

 

        Gelbtöne

Gelbtöne waren in erster Linie Erdfarben, die teils auch heute noch verwendet werden.  

 

        Grüntöne

Grüntöne verdanken ihre Vielfalt und ihre heutige Qualität vor allem der Chemie sowie deren Forschung und Entwicklung organischer synthetischer Pigmente.  

 

        Blautöne 

Blautöne zeichneten sich schon immer durch eine hohe Deck- und Leuchtkraft aus. Allerdings gehörte Blau zu den extrem teuren Farben. Bei den Ägyptern wurde Blau beispielsweise durch angeriebenes Glas, in Afghanistan aus Lapislazuli gewonnen.  

Erst allmählich wurde die Farbe Blau erschwinglicher, nämlich als 1704 das synthetische Preußischblau, 1806 Kobaltblau und 1826 im Labor hergestelltes Ultramarin entwickelt wurden. 

Heute gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher blauer Farbnuancen, die auf die Einführung von Phthalozyanin zurückgehen. 

 

        Vieoletttöne 

Violetttöne gibt es erst seit etwa 1960. Bis zu der Einführung von Dioxazin mussten violette Farbtöne selbst angemischt werden. 

 

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