Grundausstattung zur Ölpastellmalerei

Tipps und Grundausstattung für die Ölpastellmalerei 

Die Ölpastellmalerei kennzeichnet sich durch eine Reihe von Pluspunkten. So können die Ölpastellfarben in vielen unterschiedlichen Techniken aufgetragen werden, sind ungiftig und recht einfach in der Handhabung. Hinzu kommen ihre Ausdruckskraft, die Farbintensität und die Lichtechtheit.  

Nicht zu vergessen ist außerdem, dass Ölpastellfarben viel Raum für Kreativität bieten. So können sie nicht nur eigenständig vermalt, sondern auch mit beispielsweise Acrylfarben, wasservermischbaren Ölfarben oder Buntstiften kombiniert werden. 

Wer nun selbst einmal Ölpastellfarben ausprobieren möchte, findet in der folgenden Übersicht alle wichtigen Infos und Tipps zur benötigten Grundausstattung und den Maltechniken in der Ölpastellmalerei: 

 

 

Die Grundausstattung für die Ölpastellmalerei 

Die Grundausstattung für die Ölpastellmalerei ist recht überschaubar, denn neben den Farben werden lediglich ein Malgrund und einige wenige Hilfsmittel benötigt.

  

 

Die Ölpastellfarben 

Ölpastellfarben sind von unterschiedlichen Herstellern erhältlich, wobei der wesentliche Unterschied darin besteht, woraus sich die Grundmasse zusammensetzt. Grundsätzlich bestehen Ölpastellfarben aus Farbpigmenten, Ölen, Wachsen und tierischen Fetten, hochwertige Farben enthalten außerdem Paraffin oder Bienenwachs.  

Die Farbpalette von Ölpastellfarben ist sehr groß, allerdings können nicht alle Farbtöne hergestellt werden, weil einige Farbpigmente ihre Leuchtkraft verlieren, wenn sie mit Wachsen und Ölen vermischt werden. Zu beachten ist außerdem, dass die Hersteller unterschiedliche Wachse und Öle verwenden. Dies führt dazu, dass die Ölpastellfarben nicht immer miteinander vermischt werden können.  

Wer sich also eine Grundausstattung an Ölpastellfarben zulegt, sollte sicherheitshalber bei einem Hersteller bleiben.  

 

Der Malgrund

 

Als Malgrund für die Ölpastellmalerei kommen in erster Linie Papier, Malmappe, Holz und textile Gewebe in Frage. 

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Wird Papier als Malgrund verwendet, eignen sich Stärken ab 300g/qm am besten. Daneben gibt es spezielle Ölmalpapiere mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Sollen die Farben verwischt werden, sollte die Oberfläche eher glatt sein, für lebhafte Effekte sind raue Oberflächen besser geeignet. 
 

 

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Malpappe oder einfacher Karton eignen sich ebenfalls hervorragend als Malgrund, weil hier problemlos mehrere Farbschichten übereinandergelegt werden können. Bevor Pappe oder Karton aber mit Ölpastellfarben bemalt werden kann, ist eine Grundierung notwendig.
 

 

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Als hölzerner Malgrund eignen sich Hartfaserplatten, astfreie Sperrholzplatten oder auch Maltafeln aus dem Künstlerbedarf. Letztere können direkt bemalt werden, Hartfaser- und Sperrholzplatten erfordern eine Grundierung.
 

 

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Textile Gewebe können ebenfalls mit Ölpastellfarben bemalt werden. Leinwand verzieht allerdings leicht und ist daher nicht unbedingt die beste Wahl. Wer auf Stoff malen möchte, sollte das Bild prinzipiell erst nach der Fertigstellung auf einen Rahmen aufziehen. Alternativ ist möglich, Leinwand, Leinen- und Baumwollstoffe oder auch Seide auf festen Karton oder eine Holzplatte zu kleben und in dieser Form als Malgrund zu verwenden. 
 

 

Die weiteren Hilfsmittel 

Um einzelne Farbflächen oder Bilddetails zu verwischen und um die Farben zwischendurch zu reinigen, werden Küchentücher oder Baumwolllappen verwendet. Sofern mit Schablonen gearbeitet wird, werden hierfür Karton und eine Schere oder ein Teppich benötigt.  

Hilfreich sind außerdem spitze Gegenstände wie beispielsweise ein Malmesser oder ein Pinsel, um Muster in Farbflächen ritzen zu können. Schließlich wird noch Zeitungspapier oder Plastikfolie benötigt, um damit den Arbeitsplatz abzudecken. Ölpastellfarben hinterlassen nämlich gerne Krümel. 

 

Die Vorgehensweise und Anleitung für die Ölpastellmalerei 

Bei der Ölpastellmalerei müssen eigentlich nur wenige Punkte beachtet werden. Generell wird bei der Ölpastellmalerei von hell nach dunkel gemalt. Es wird also mit hellen Farben begonnen und später dann mit dunkleren Farben weitergemalt. Allerdings ist es auch möglich, helle Farben lasierend über dunkle Farbflächen zu legen.  

Der Farbauftrag selbst erfolgt, indem die Kreide oder der Stift mit der breiten Seite über den Malgrund gezogen werden. Feine Linien oder kleine Details hingegen werden mit der Spitze des Stiftes oder einer spitzen Kante der Kreide gemalt.  

Das Einzige, was Anfänger auf einem separaten Blatt üben sollten, ist das Mischen von Farben. Ölpastellfarben lassen sich nicht wie andere Farben auf dem Papier mischen. So kann es durchaus passieren, dass aus Gelb und Rot kein Orange, sondern ein trüber bräunlicher Farbton wird. 

 

Als Maltechniken kommen in der Ölpastellmalerei
im Wesentlichen die folgenden zur Anwendung:
 

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Bei der Verwisch-Technik werden dünne Farbschichten auf den Malgrund aufgetragen und anschließend mit einem Tuch vorsichtig verrieben, bis eine gleichmäßige Fläche entsteht. Auf diese Art werden auch weiche Übergänge erzeugt.
 

 

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Bei pastosen Farbaufträgen werden die Farben in dicken Schichten übereinandergelegt, so dass der Malgrund vollständig abgedeckt ist. Um ungewollte Farbmischungen zu vermeiden, werden die einzelnen Farbschichten aber jeweils mit einem Fixativ-Spray versiegelt.
 

 

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Bei der Lasurtechnik werden ebenfalls mehrere Farbschichten übereinandergelegt und jeweils für sich fixiert. Im Unterschied zum pastosen Farbauftrag sind die Farbschichten aber nur sehr dünn, so dass der Malgrund oder die darunterliegenden Farbschichten sanft durchschimmern.
 

 

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Schablonen werden in erster Linie im Zusammenhang mit der Verwischtechnik angewandt. Dazu wird eine Schablone auf das Bild gelegt und nur die Fläche, die innerhalb der Schablone zu sehen ist, verwischt.
Besondere Effekte werden erzielt, indem Muster in Farbflächen geritzt werden.  

Durch das teilweise Auskratzen der aufgetragenen Farbe wird der Malgrund oder die darunterliegende Farbschicht sichtbar.

 

Weiterführende Anleitungen und Tipps zu Ölgemälden und Ölfarben:  

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