Bastelidee – ein Memoboard mit Ölfarben gestalten

Bastelidee:

ein Memoboard

mit Ölfarben gestalten

Wenn von Ölfarben die Rede ist, denken die meisten an ansprechende Ölbilder und imposante Ölgemälde in altmeisterlicher Manier. Allerdings müssen es nicht immer klassische Ölbilder sein, denn mithilfe von Ölfarben lassen sich genauso auch dekorative und zugleich praktische Dekoelemente gestalten.

Bei Bastelarbeiten werden zwar häufig Acrylfarben verwendet, denn sie trocknen wesentlich schneller, kommen meist ohne Grundierung aus, sind unkompliziert in der Handhabung und eignen sich für nahezu alle Untergründe.

Aber auch Ölfarben lassen sich in Bastelarbeiten integrieren.

Eine solche Bastelidee stellt die folgende Anleitung vor, bei der es um ein Memoboard geht:

Die Grundidee für dieses Memoboard basiert auf den sogenannten Inchies. Inchies sind kleine Quadrate mit einer Kantenlänge von einem Inch, Inchies sind also 2,54 x 2,54cm groß. Die kleinen Quadrate werden bemalt und anschließend meist in Gruppen auf einem Bildträger angeordnet.

Die kleinen Bildchen wirken dadurch jeweils für sich und ergeben gleichzeitig ein Gesamtbild. Diesen Effekt macht sich auch das Memoboard zunutze. Damit die Ölmalereien gut zur Geltung kommen und genug Platz für Notizen und Nachrichten zur Verfügung steht, werden auf dem Memoboard allerdings größere Quadrate verarbeitet. Zudem bildet nicht, wie sonst bei Ölbildern üblich, Leinwand den Bildträger, sondern MDF-Platte.

Ein Memoboard mit Ölfarben gestalten – die Materialliste

·         1 MDF-Platte, 37 x 37cm groß

·         25 Holzplättchen, 5 x 5cm groß

·         Ölfarben

·         Acrylfarben

·         Magnetfarbe

·         Scheibenmagnete und Dekoelemente zum Aufkleben oder Kühlschrankmagnete

·         Pinsel

·         Heißkleber

Ein Memoboard mit Ölfarben gestalten

– die Anleitung

1. Schritt: die Vorbereitungen

Damit mit Ölfarben auf Holz gemalt werden kann, ist eine Grundierung erforderlich. Diese kann zwar mit spezieller Grundierfarbe erfolgen, genauso gut eignet sich aber auch herkömmliche Acrylfarbe. Wird weiße Acrylfarbe verwendet, entsteht ein gleichmäßiger Untergrund, auf dem die Ölfarben später optimal zur Geltung kommen.

Gleichzeitig trocknet Acrylfarbe sehr schnell, so dass sich auch die Wartezeiten in Grenzen halten. Als erstes werden nun also die MDF-Platte und 20 Holzquadrate dünn mit Acrylfarbe grundiert. Sollte die Grundierung nicht richtig decken, kann eine zweite dünne Grundierschicht aufgetragen werden.

Die übrigen fünf Holzquadrate werden mit Magnetfarbe eingepinselt. Dieser Auftrag muss dann trocknen. Auf der Verpackung ist die Trocknungszeit angegeben, meist liegt sie aber bei etwa 2 Stunden. Ist der erste Anstrich fertig, folgen noch zwei weitere Schichten Magnetfarbe, jeweils mit den entsprechenden Trocknungszeiten dazwischen. Danach werden auch diese Holzplättchen mit einer dünnen Schicht Acrylfarbe grundiert.

2. Schritt: das Gestalten

Nachdem alle Holzteile grundiert und getrocknet sind, kann der kreative Teil beginnen. Welche Optik das Memoboard erhält, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. So ist es beispielsweise möglich, die Grundplatte und die Holzquadrate ganz schlicht zu halten und jeweils nur in einer Farbe einzufärben.

Genauso können aber auch echte kleine Ölbilder mit gegenständlichen oder abstrakten Motiven auf den Holzquadraten gemalt werden. Damit das Gesamtbild für das Auge später nicht zu bunt und hektisch wird, sollte die Grundplatte in diesem Fall allerdings eher schlicht bleiben. Eine andere Möglichkeit wäre, die Holzplättchen mit grafischen Mustern zu gestalten oder das Motiv der späteren Magnete aufzumalen.

Die Holzquadrate können beim Bemalen aber auch so aneinandergelegt werden, dass sich eine Fläche ergibt. Dadurch entsteht später ein Bild, das an ein Puzzle erinnert, das Motiv aber trotzdem erkennen lässt. Der Phantasie und Kreativität sind bei der Gestaltung des Memoboards also kaum Grenzen gesetzt.

3. Schritt: das Fertigstellen

Sind die gestalteten Holzteile fertig, werden sie zum Memoboard zusammengesetzt. In diesem Beispiel werden die Holzquadrate in fünf Reihen mit jeweils 2cm Abstand zueinander und zu den Kanten auf die MDF-Platte geklebt. Dabei besteht jede Reihe aus vier normalen und einem magnetischen Holzquadrat.

Damit die Zettel und Notizen später genug Platz haben, sollten die magnetischen Holzquadrate aber nicht alle übereinander, sondern an verschiedenen Positionen innerhalb der Reihen aufgeklebt werden. Wenn keine fertigen Kühlschrankmagnete zum Einsatz kommen, müssen jetzt noch die ausgesuchten Dekoelemente auf die Scheibenmagnete geklebt werden. Danach werden die Magnete auf die magnetischen Holzquadrate gesetzt und damit ist das Memoboard fertig.

Tipp für eine Variation

Soll das Memoboard doch eher den Charakter eines Ölbildes haben, kann es auch anders gebastelt werden. Dafür wird die MDF-Platte mit grundierter Leinwand bespannt oder beklebt und anschließend mit Ölfarben bemalt. Während das Ölbild trocknet, werden ein paar Holzquadrate, beispielsweise vier oder fünf, dreimal mit Magnetfarbe eingestrichen. Anschließend werden die Holzquadrate bemalt.

Dabei können die Holzquadrate ganz schlicht gestaltet werden, gezielt als Akzente für das Ölbild genutzt werden oder Bildelemente des Hauptmotivs aufgreifen.

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