Eigene Ölbilder ausstellen – 7 Tipps

Eigene Ölbilder ausstellen – 7 Tipps 

Nicht nur für sich selbst malen, sondern die eigenen Ölbilder einem breiten Publikum zugänglich machen – davon träumen viele Hobby-Künstler. Hier sind 7 Tipps, wie das gelingen kann!

Bei einem Künstler, der die Ölmalerei als Hobby für sich entdeckt hat und regelmäßig malt, kommt im Laufe der Zeit eine ordentliche Sammlung an eigenen Kunstwerken zusammen. Oft reichen die Wände in der Wohnung dann kaum aus, um alle Bilder zu präsentieren. Und irgendwie wäre es auch schade, wenn außer dem Hobby-Künstler und seinen Gästen niemand die Arbeiten zu Gesicht bekäme.

Also überlegt so mancher Künstler, wie und wo er seine Ölgemälde der Öffentlichkeit zugänglich machen könnte. Insgeheim träumt der Hobby-Künstler vielleicht auch davon, sich in der Kunstszene einen Namen zu machen und irgendwann von seiner Kunst leben zu können. Tatsächlich gibt es einige Möglichkeiten, wo der Hobby-Künstler eigene Ölbilder ausstellen kann.

Hier sind sieben Tipps dazu!

 

Tipp 1: Galerien

Wenn es um die Vermarktung von Kunst geht, sind Galerien der klassische Ansprechpartner. Sie kennen den Kunstmarkt nicht nur, sondern haben auch die nötigen Kontakte. Außerdem sind Galeristen erfahren genug, um zu beurteilen, wie viel Potenzial im Künstler und seinen Arbeiten steckt. Allerdings wird es ein unbekannter Hobby-Künstler schwer haben, eine renommierte Galerie von sich zu überzeugen.

Denn die Konkurrenz auf dem Kunstmarkt ist groß und selbst bei Arbeiten bekannter Künstler dauert es mitunter lange, bis sich ein interessierter Kunstliebhaber findet. Die Galerien werden deshalb kaum bereit sein, große Risiken einzugehen. Vielleicht hat der talentierte Hobby-Künstler aber Glück und eine Galerie nimmt ihm zwei, drei Ölbilder auf Kommissionsbasis ab. Diese werden dann eine gewisse Zeit lang ausgestellt.

Findet sich in dieser Zeit ein Käufer, bekommt der Hobby-Künstler den Verkaufserlös und die Galerie eine Provision. Andernfalls holt der Hobby-Künstler seine Bilder wieder ab. Doch selbst dann haben viele Kunstfreunde seine Arbeiten wenigstens gesehen. Und letztlich hat der Hobby-Künstler nichts zu verlieren, wenn er sich mit seinen Bildern bei Galerien bewirbt. Denn mehr als Absagen kann er nicht bekommen.

 

Tipp 2: öffentliche Räume

In öffentlichen Räumlichkeiten werden oft Arbeiten von Künstlern aus der Region ausgestellt. Cafés und Restaurants, Banken, Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien, Hotels, Büros, Ämter, Krankenhäuser und andere öffentliche Gebäude sind Beispiele für solche Räumlichkeiten. Von der Ausstellung haben beide Seiten etwas.

Denn der Hobby-Künstler kann seine Arbeiten öffentlich präsentieren und der Aussteller hat eine schöne Deko und fördert gleichzeitig die regionale Kunst. Kosten entstehen zudem beiden nicht. Insofern kann es sich für den Hobby-Künstler lohnen, wenn er einfach mal nachfragt, ob er seine Bilder in den jeweiligen Räumlichkeiten ausstellen kann. 

Extra-Tipp: Gibt es im Umkreis ein Geschäft mit Bilderrahmen, kann der Hobby-Künstler auch hier nachfragen. Schließlich ist es vorteilhaft, wenn das Geschäft nicht nur leere Bilderrahmen, sondern auch konkrete Beispiele zeigen kann.

 

Tipp 3: Messen und Veranstaltungen

Die Stadtverwaltung und die örtlichen Kunstvereine organisieren regelmäßig Veranstaltungen, an denen Künstler und Nachwuchstalente aus der Region mit ihren Arbeiten teilnehmen können. Für den Hobby-Künstler sind solche Veranstaltungen eine gute Gelegenheit, um seine Ölbilder zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen.

Auch die Teilnahme an Messen kann sich lohnen. Dabei müssen es aber keineswegs nur Möbel- und Einrichtungsmessen oder Kunstmessen sein. Vielmehr können Veranstaltungen in völlig anderen Branchen ebenfalls ein sehr interessantes Pflaster sein, wenn die Ölbilder thematisch passen. Hat der Hobby-Künstler beispielsweise Fahrzeuge in Öl gemalt, könnte die Teilnahme an einer Automobilmesse eine Überlegung wert sein.

 

Tipp 4: Märkte

Floh- und Antikmärkte sind schon seit jeher Orte, an denen auch mit Kunst gehandelt wird. Gleiches gilt natürlich für Kunst- und Kunsthandwerkermärkte. Aber auch Weihnachtsmärkte, der örtliche Wochenmarkt oder einfach ein Stand in der Fußgängerzone bieten Potenzial.

Hier kann der Hobby-Künstler seine fertigen Arbeiten zum Verkauf anbieten und sich beim Malen über die Schulter schauen lassen. Vielleicht kann er sich auch den einen oder anderen Auftrag für ein Ölbild sichern.

 

Tipp 5: Online-Galerien

Im digitalen Zeitalter ist das Internet eine wichtige Plattform für Nachwuchskünstler. Eine Möglichkeit hier ist eine eigene Homepage, die zum virtuellen Ausstellungsraum wird. Eine andere Möglichkeit sind Portale und Foren, die sich der Kunst widmen. Auch hier kann der Hobby-Künstler sich selbst und seine Arbeiten vorstellen.

Außerdem kann er sich mit Gleichgesinnten austauschen und Kontakte knüpfen. Möchte der Hobby-Künstler seine Ölbilder zum Verkauf anbieten, findet er im Internet ebenfalls unzählige Seiten, angefangen bei speziellen Kunstplattformen über Kleinanzeigenmärkte bis hin zu Online-Auktionshäusern.

 

Tipp 6: eigene Ausstellungen

Hat der Hobby-Künstler das nötige Kleingeld, kann er selbst eine Ausstellung organisieren. Vielleicht hat jemand in seinem Bekanntenkreis ja geeignete Räumlichkeiten. Andernfalls kann der Hobby-Künstler Räume anmieten und seine Ölbilder dort eine bestimmte Zeit lang ausstellen. Damit die Öffentlichkeit von der Ausstellung erfährt, wird sie in aller Regel beworben und mit einer offiziellen Eröffnungsfeier gestartet.

Bei der feierlichen Eröffnung hält der Hobby-Künstler eine kurze Rede und es werden meist Getränke und kleine Häppchen serviert. Ob der Hobby-Künstler seine Ölbilder nur ausstellt oder auch zum Verkauf anbietet, bleibt ihm überlassen. Hat der Hobby-Künstler in seinem Freundes- und Bekanntenkreis Leute, die ebenfalls künstlerisch tätig sind, kann er sich auch mit ihnen zusammentun.

Durch eine Ausstellung als Gemeinschaftsprojekt fallen zum einen die Kosten für jeden niedriger aus. Zum anderen zieht die Ausstellung mehr Besucher an, wenn es mehrere Teilnehmer und verschiedene Kunstrichtungen zu sehen gibt.

 

Tipp 7: Atelier

Wenn der Hobby-Künstler die Sache professioneller angehen und von seiner Kunst leben möchte, braucht er ein Atelier. Denn allein von den Ölbildern, die ein Künstler malt und ausstellt, wird er nur in den seltensten Fällen leben können. Stattdessen verdient ein Künstler sein Geld in erster Linie mit Auftragsarbeiten.

Dafür braucht er dann ein Atelier, in dem er arbeiten und potenzielle Auftraggeber in Empfang nehmen kann. Ideal ist natürlich ein Atelier mit angeschlossenem Verkaufsraum. Hier kann der Künstler seine fertigen Werke präsentieren, während er im Atelier an neuen Ölbildern arbeitet.

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