Ölbilder online verkaufen – Infos und 8 Tipps, 2. Teil

Ölbilder online verkaufen – Infos und 8 Tipps, 2. Teil

Auch wenn die Ölmalerei nur als Hobby betrieben wird, ist es gar nicht schlecht, hin und wieder ein paar Ölbilder zu verkaufen. Denn irgendwann platzt die eigene Bildergalerie aus allen Nähten und um die Bilder irgendwo zu verstauen, sind sie zu schade.

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Ölbilder online verkaufen - Infos und 8 Tipps, 2. Teil

Außerdem kann der Künstler das Geld für neue Ölfarben, Pinsel, Leinwände und anderes Malzubehör verwenden. Hinzu kommt, dass es natürlich ein cooles Gefühl ist, wenn die eigenen Werke so gut ankommen, dass sie Fremde für Geld haben wollen.

Und wer weiß, vielleicht entwickelt sich so aus dem kreativen Hobby doch noch eine berufliche Tätigkeit oder zumindest ein zweites Standbein.

Dank Internet ist es heutzutage für Künstler deutlich einfacher, sich selbst und ihre Kunst zu präsentieren. Sie sind nicht mehr nur auf Kunstmessen, Märkte und Galerien oder Ausstellungen angewiesen. Vielmehr ist mit dem Internet und den sozialen Medien eine riesige Präsentationsfläche dazugekommen.

Allerdings verkauft sich Kunst auch im weltweiten Netz nicht von selbst. Und es gibt einige Dinge, die der Künstler beachten sollte, wenn er seine Ölbilder online verkaufen will. In einem mehrteiligen Beitrag haben wir dazu Infos und acht Tipps zusammengestellt.

Im 1. Teil ging es mit vier Tipps los.
Hier kommen die nächsten!:

  1. Tipp: Die richtige Verkaufsplattform wählen.

Damit der Künstler seine Werke präsentieren und zum Kauf anbieten kann, braucht er natürlich eine entsprechende Plattform. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine professionelle Variante ist, dass der Künstler eine eigene Internetseite betreibt, in die er einen Online-Shop einbindet.

Inzwischen gibt es viele Anbieter, bei denen das einfach und kostengünstig möglich ist. Allerdings reicht es nicht aus, die Seite einmal einzurichten und einfach so laufen zu laufen. Vielmehr muss der Künstler am Ball bleiben und die Seite regelmäßig mit neuen Inhalten befüllen.

Dazu kommen noch einige rechtliche Vorgaben, vor allem im Zusammenhang mit dem Online-Shop. Der Aufwand ist also ziemlich groß und als Hobby, so nebenbei, kaum zu machen.

Bequemer wird es, wenn der Künstler auf Kunstseiten und Portale für Eigenkreationen zurückgreift. Hier kann er sich und seine Arbeiten vorstellen. Da potenzielle Käufer oft gezielt solche Seiten aufrufen, sind die Verkaufschancen gut.

Einige Seiten verlangen zwar Gebühren oder eine Verkaufsprovision. Aber zum einen sind diese Kosten nicht allzu hoch. Und zum anderen kann sich der Künstler ganz auf seine Kunst konzentrieren, während der Seitenbetreiber dafür sorgt, dass das Portal funktioniert.

Auch Online-Auktionshäuser und Kleinanzeigen sind eine Möglichkeit, um die eigenen Ölbilder anzubieten. Allerdings gibt es auf solchen Plattformen so viele verschiedene Artikel, dass potenzielle Interessenten schon gezielt nach Ölbildern suchen müssen, um die Werke überhaupt zu finden.

Ein Pluspunkt der bekannten Seiten ist, dass sehr viele Nutzer darauf zurückgreifen. Ein Nachteil ist aber, dass oft Schnäppchenjäger unterwegs sind, die angesichts der großen Konkurrenz und der breiten Auswahl nicht unbedingt bereit sind, hohe Preise zu bezahlen. Hinzu kommt, dass echte Kunstkenner solche Seiten nicht unbedingt ansteuern.

  1. Tipp: Einen guten Kundenservice bieten.

Ist ein Kunde zufrieden, wird er bei Gelegenheit wieder hier kaufen und den Verkäufer auch im Bekanntenkreis weiterempfehlen.

Das ist bei Unternehmen und in normalen Geschäften so – und im Kunstbereich nicht anders. Für den Künstler ist deshalb wichtig, dass er neben tollen Ölbildern auch einen guten Kundenservice bietet.

Dazu gehört zum Beispiel, dass er E-Mails von potenziellen Käufern zeitnah und höflich beantwortet. Das gilt auch dann, wenn ein Interessent Fragen stellt, die eigentlich schon in der Bildbeschreibung beantwortet werden.

Oder wenn er versucht, um den Preis zu feilschen. Selbstverständlich macht einen guten Service auch aus, dass der Künstler verkaufte Bilder zügig liefert. Kein Kunde möchte wochenlang auf seine Bestellung warten.

Außerdem sollte der Künstler auch über den Verkauf hinaus als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und die Kontakte zu seinen Kunden pflegen. So baut er sich nach und nach ein Netzwerk auf. Gute Bewertungen und positive Feedbacks können dann wiederum neue Kunden dazu ermutigen, hier ebenfalls ein Ölbild zu erwerben.

  1. Tipp: Den Versand sicher gestalten und richtig kalkulieren.

Verkauft der Künstler seine Ölbilder online, werden Verpackung und Versand zum Thema. Wichtig hier ist zunächst einmal, dass sich der Künstler genug Zeit nimmt, um seine Ölbilder sorgfältig zu verpacken. Schließlich sollen und müssen sie unbeschadet beim Käufer ankommen.

Ungerahmte Gemälde und Ölbilder auf Malkarton oder dünnen Holzplatten sollte der Künstler auf eine stabile Oberfläche wie sehr dicke Pappe oder eine dünne Spannplatte legen, mit Folie umwickeln und in Karton einschlagen.

So ist sichergestellt, dass die Bilder unterwegs nicht verbogen oder geknickt werden. Ölbilder auf Leinwand kann der Künstler auch zusammen mit dünnem Schaumstoff einrollen und in Versandrollen verschicken. Allerdings sollte dann sichergestellt sein, dass der Käufer das Bild zeitnah auspackt und ausbreitet.

Gerahmte Ölbilder sollte der Künstler in Folie oder Stoff einschlagen und gut gepolstert mit reichlich Luftpolsterfolie, Luftkissen, Styroporschnipseln oder Papierstreifen im Karton verschicken.

Wichtig ist außerdem, dass sich der Künstler vorab informiert, wie hoch die Paketpreise bei seinem gewünschten Versandunternehmen sind. Vor allem große und schwere Pakete können nämlich mit recht hohen Paketpreisen verbunden sein. Aus dem Paketpreis und den Kosten für die Verpackungsmaterialien kann der Künstler dann die Versandkosten berechnen.

Soll der Käufer den Versand bezahlen, sollte der Künstler die Versandkosten zusammen mit dem Preis für das jeweilige Ölbild angeben. So weiß der Käufer, was auf ihn zukommt. Doch auch wenn der Künstler den Versand übernimmt, sollte er Bescheid wissen und die Kosten einkalkulieren. Sonst erlebt er womöglich eine böse Überraschung.

  1. Tipp: Verschiedene Preisklassen im Sortiment haben.

Um möglichst viele Kunden anzusprechen, ist es ratsam, Abwechslung ins Sortiment zu bringen. Der Künstler sollte dafür eine Auswahl an Ölbildern in unterschiedlichen Formaten und auch verschiedenen Preisklassen zusammenstellen.

Schließlich gibt es Käufer, die sich für kleine Bilder interessieren, während andere Käufer ein großformatiges Gemälde suchen. Einige Käufer können oder wollen keine großen Beträge in die Kunst eines (noch) unbekannten Künstlers investieren. Andere Käufer schauen sich originale Ölgemälde erst ab bestimmten Preiskategorien überhaupt an.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass der Künstler seine Arbeiten teils zu Schnäppchenpreisen verschleudern und teils zu überzogenen Phantasiepreisen anbieten sollte. Denn wirkt es seltsam, wenn er Ölbilder für 50 Euro anbietet und für andere, ähnliche Ölgemälde plötzlich 5.000 Euro verlangt. Aber er sollte eben versuchen, mehrere Preisklassen abzudecken, um so ein breites Publikum anzusprechen.

Gerade die Sache mit dem Preis ist ein heikles Thema, das vielen Künstlern Kopfzerbrechen bereitet. Deshalb nehmen wir uns die Preisfindung im 3. Teil vor.

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber:

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Hier schreiben die beiden Künstler und Maler RZA & Feryal, alias Christian Gülcan und Ferya Gülcan. Beide Baujahr 1974, mit teilweise unterschiedlichen Einstieg (Grafitti, Zeichnen & Design) in die Acrylmalerei und Ölmalerei. Wir sind Markeninhaber der Kunstschmiede kooZal und malen hauptsächlich moderne und abstrakte Acrylbilder und Ölbilder im Großformat, wenden aber auch andere Maltechniken und Farben an.

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