Ölmalerei Motive

Ölmalerei Motive 

 

Im Grunde genommen gibt es keine typischen oder klassischen Motive für die Ölmalerei, denn mithilfe dieser Technik kann nahezu jedes Motiv gemalt werden. Zudem haben Ölfarben den Vorteil, dass sie nicht nur recht dick und cremig, sondern auch sehr stark verdünnt, also nahezu flüssig vermalt werden können, so dass ein einziges Motiv in unzähligen Varianten dargestellt werden kann.

Brilliante, leuchtstarke Farben und zeitgleich die Neigung zu Rissbildung bei falschem Auftrag und recht lange Wartezeiten zwischen den einzelnen Malgängen kennzeichnen die Ölmalerei, Motive sollten daher anfangs besser eher schlicht und nicht allzu detailreich sein.

 

Eine sehr schöne Möglichkeit, um erste Malversuche zu unternehmen und ein Gefühl für die Ölfarben zu entwickeln, dabei aber dennoch ein wirkungsvolles und dekoratives Bild zu malen, sind die sogenannten Toskanalandschaften. Diese kennzeichnen sich dadurch, dass meist nur wenige Farben verwendet und nur wenige, verhältnismäßig einfache Formen eingesetzt werden.

 

Die folgende Anleitung beschreibt dabei ein Bild, das mithilfe der Primatechnik entsteht, also nicht in Schichten im klassischen Sinne und mit Pausen zwischen den Malgängen gemalt, sondern in einer Sitzung fertiggestellt wird. Neben einer grundierten Leinwand oder Malkarton sowie drei Pinseln werden die Farben Weiß, zwei unterschiedliche Gelb- und zwei verschiedene Rottöne, Orange sowie Violett benötigt.

 

Unsere Anleitung

 

Um beim Malen einen besseren Überblick zu behalten, wird die Leinwand in drei waagerechte Bereiche eingeteilt. Der Horizont liegt auf der unteren Linie und wird mithilfe einem 14er Pinsel durch einen breiten Streifen in weißer Farbe angelegt. Die Sonne, die ebenfalls in weißer Farbe gemalt wird, befindet sich im oberen Drittel des Bildes. Anschließend werden mit dem 10er-Pinsel mit der helleren gelben Farbe Streifen gemalt, die im Bereich des Himmels eher verteilt und ober- sowie unterhalb des Horizontstreifens recht flächig aufgetragen werden.

 

Anschließend werden nach dem gleichen Prinzip Streifen in dem dunkleren Gelbton, in Orange sowie mit dem helleren Rotton gemalt, jeweils mit dem gleichen Pinsel, wodurch interessante Mischtöne entstehen. In der letzten Schicht werden dann auch der dunklere Rotton sowie die violette Farbe eingearbeitet. Mit dem Pinsel, mit dem zu Beginn der Horizont und die Sonne angelegt wurden, werden nun der Horizont etwas aufgehellt und die einzelnen Farbübergänge etwas weicher gezeichnet.

 

Dazu wird der Pinsel nur sehr leicht mit neuer Farbe benetzt und anschließend wird die Farbe so lange auf dem Bild vermalt, bis der Pinsel nahezu trocken ist. Um ein Gegengewicht zu der weißen Sonne zu schaffen, werden noch dunkle Elemente eingezeichnet. Dies können beispielsweise Berge sein, die etwa an der Horizontlinie liegen und vom rechten Bildrand bis zur Bildmitte hin auslaufen oder Bäume, die in unterschiedlichen Entfernungen auf dem Bild verteilt werden. Wichtig dabei ist aber, dass die Elemente nicht mit vorhandenen Linien abschließen. Das bedeutet, Bäume oder Häuser beispielsweise müssen entweder unterhalb oder über der Horizontlinie enden.

 

Video-Galerie mit diversen Motiven für Ölgemälde:

 

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