Ölmalerei Techniken

Ölmalerei Techniken 

 

Die Entwicklung der Ölmalerei geht im Wesentlichen auf den flämischen Maler Jan van Eyck zurück, der damit eine Alternative zu den bis dahin überwiegend verwendeten Temperafarben entdeckte. Van Eyck trug die Ölfarbe in feinen Pinselstrichen auf, wodurch es ihm gelang, sehr detailtreu zu malen. Insbesondere in Nordeuropa verbreitete sich die Ölmalerei sehr schnell und wurde rasch zu einer sehr beliebten Technik in der Kunstmalerei.

 

Namhafte Vertreter der Ölmalerei sind beispielsweise da Vinci, Tizian, Rubens oder Rembrandt. Ölfarben bestehen im Wesentlichen aus Farbpigmenten und langsam trocknenden Ölen wie Leinöl oder Walnussöl, wobei die Dichte der Pigmente darüber entscheidet, wie deckend die Farbe ist. Um Ölfarben zu verdünnen, wird meist Terpentin verwendet, verdickt werden Ölfarben mit sogenannter Farbbutter. Das Hinzumischen von pflanzlichen Ölen verzögert den Trocknungsprozess, während Harze bewirken, dass die Farben schneller trocknen.

 

Die recht lange Trocknungszeit von Ölfarben gehört allerdings neben der Farbbrillanz und der Leuchtkraft zu den wichtigsten Vorteilen, denn auf diese Weise wird möglich, auch noch nach längerer Zeit Farbtöne zu verändern und Farbverläufe zu erzeugen. Die Ölmalerei Techniken gliedern sich in drei Varianten.

 

Verschiedene Techniken

 

Die Lasurtechnik, die prinzipiell der Aquarellmalerei ähnelt, jedoch in mehreren Schichten aufgetragen wird, erfolgt mithilfe von sehr stark verdünnten Farben auf hellem Malgrund, die Primatechnik nutzt sehr dicke Farben und kennzeichnet sich durch die Fertigstellung des Bildes in einer Sitzung. Allerdings erfordert diese Maltechnik ohne Unterbrechungen und Trocknungsphasen recht viel Übung, ein geschultes Auge und vor allem eine konkrete Vorstellung des Endergebnisses.

 

Die dritte Technik ist die Schichtenmalerei, bei der mit dem Hintergrund begonnen wird. Der Kernpunkt bei der Anleitung für die Schichtenmalerei besteht darin, dass fette Farben auf magere Farben aufgetragen werden, was bedeutet, dass die unteren Farbschichten aus wenig ölhaltigen Farben und die vordergründigen Farbebenen aus Farben mit hohem Ölanteil bestehen.

 

Diese Auftragsweise ist deshalb wichtig, weil die unteren Schichten ansonsten weniger gut am Untergrund haften und die oberen Schichten nach dem Trocknen reißen würden. Wird ein Ölbild in der Schichtenmalerei gemalt, wird also zunächst der Untergrund angelegt. Hierbei macht es nichts, wenn die Farbflächen ungenauer aufgetragen werden oder das Bild nicht stimmig wirkt. Ist die erste Schicht getrocknet, wird die nächste Farbebene modelliert, wobei hier dann erste Details sowie Licht und Schatten eingezeichnet werden.

 

In der nächsten Farbschicht werden dann weitere Details gemalt und auf diese Weise werden alle weiteren Farbebenen gemalt bis letztlich der Vordergrund erreicht ist. Insgesamt ist ratsam, immer erst die dunklen Farbflächen zu malen, da diese im Nachhinein recht einfach mit weißer Farbe aufgehellt werden können und dunkle Farben zudem schneller trocknen als Farben, die weiße Pigmente enthalten.

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