Ölfarben-Pigmentcode-Checker & Paletten-Planer

Ölfarben-Pigmentcode-Checker: Deckkraft, Lichtechtheit und Mischverhalten

Wer Ölfarben gezielt auswählen und mischen möchte, sollte nicht nur auf den Farbnamen der Tube schauen. Hinter Kürzeln wie PB29, PR101 oder PY42 verbergen sich Pigmente mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften von transparent und lasierend bis stark deckend und färbekräftig.

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Mit dem Ölfarben-Pigment-Checker kannst du deine vorhandenen Farben besser verstehen, mögliche Doppelungen erkennen und eine stimmige Palette zusammenstellen, die wirklich zu deinem Motiv und deiner Malweise passt:

Material- und Palettenanalyse für Ölfarben

Ölfarben-Pigmentcode-Checker: Deckkraft, Lichtechtheit und Mischverhalten

Prüfe die Pigmentcodes deiner Ölfarben, vergleiche bis zu acht Tuben und stelle eine ausgewogene Palette für Landschaften, Porträts, Stillleben, Lasuren oder die ersten eigenen Ölbilder zusammen. Das Werkzeug verbindet Materialdaten mit farbigen Pigmentkarten, Deckkraftproben, einer visuellen Palettenanalyse und einer Mischrisiko-Matrix.

  • Pigmentcodes wie PB29, PR101, PY42 oder PW6 verständlich entschlüsseln.
  • Deckkraft, Lichtechtheit, Farbtemperatur, Färbekraft und Trocknungstendenz vergleichen.
  • Single-Pigment-Farben und Mehrpigmentmischungen voneinander unterscheiden.
  • Ähnliche oder doppelte Farbfunktionen innerhalb der Palette erkennen.
  • Klare, gedämpfte und stark neutralisierende Mischungen visuell einschätzen.
  • Eine reduzierte Palette für ein konkretes Motiv planen und ausdrucken.

Tubenetikett verstehen

Was bedeutet ein Pigmentcode auf der Ölfarbentube?

Schematisches Etikett einer Ölfarbentube Die Grafik zeigt beispielhaft den Farbton Ultramarinblau mit dem Pigmentcode PB29, einem transparenten Deckkraftsymbol, einer hohen Lichtechtheit und Leinöl als Bindemittel. ULTRAMARINBLAU Künstler-Ölfarbe Pigmentcode PB29 Deckkraft transparent Lichtechtheit ★★★ Bindemittel: Leinöl P = Pigment B = Blue, 29 = Nummer Offener Kreis transparent Lichtechtheit Skala prüfen
Beispiel eines Tubenetiketts. Hersteller verwenden unterschiedliche Symbole und Bewertungsskalen. Vergleiche deshalb immer die jeweilige Legende der Farbserie.

Color-Index-Kürzel im Überblick

PW
White – weißes Pigment, beispielsweise PW6 für Titandioxid.
PY
Yellow – gelbes Pigment, beispielsweise PY42 für gelbes Eisenoxid.
PO
Orange – oranges Pigment.
PR
Red – rotes Pigment, beispielsweise PR101 für rotes Eisenoxid.
PV
Violet – violettes Pigment.
PB
Blue – blaues Pigment, beispielsweise PB29 für Ultramarinblau.
PG
Green – grünes Pigment.
PBr
Brown – braunes Pigment beziehungsweise braunes Erdpigment.
PBk
Black – schwarzes Pigment.

Eigene Palette zusammenstellen

Pigmente auswählen und filtern

1. Verwendungszweck der Palette

Die Vorauswahl setzt einen sinnvollen Ausgangspunkt. Du kannst anschließend einzelne Pigmente hinzufügen oder entfernen.

Reduzierte Grundauswahl mit Weiß, Erdfarben und Ultramarinblau.

Erdige Gelb- und Rottöne, Blau, Grün, Braun und Weiß für Naturmotive.

Warme Erdtöne, Rot, Blau, Braun und Weiß für Hauttöne und Neutralmischungen.

Erweiterte Palette für intensive Gegenstandsfarben und dunkle Kontraste.

Überwiegend transparente Pigmente für farbige Lasuren und Tiefenwirkung.

2. Pigmentkarten durchsuchen

Die Suche berücksichtigt Pigmentcode, gebräuchliche Bezeichnung und Farbfamilie.

Es werden alle statisch hinterlegten Pigmentkarten angezeigt.

3. Eigene Tube ergänzen

Nicht jede Herstellerfarbe ist in der Referenzauswahl enthalten. Ergänze eine eigene Tube anhand ihrer Etikettangaben. Die Eingaben werden nur lokal im Browser verarbeitet.

Trenne mehrere Codes mit Komma, Schrägstrich oder Leerzeichen.

Noch wurde keine eigene Tube ergänzt.

Visuelle Pigmentbibliothek

Häufige Pigmentcodes bei Ölfarben

Die Karten zeigen typische Tendenzen für Künstlerölfarben. Transparenz, Trocknung, Färbekraft und genauer Farbcharakter können je nach Hersteller und Rezeptur abweichen.

Single Pigment
Deckkraftprobe von Titanweiß PW6 Vollton Deckprobe Aufhellung
Deckkraft
deckend
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
sehr hoch
Temperatur
neutral bis leicht kühl
Trocknung
eher langsam

Kräftiges Mischweiß für deckende Aufträge und deutliche Aufhellungen. Kann transparente Pigmente schnell pastelliger und weniger leuchtend machen.

Anwendung prüfen
Halbtransparente Deckkraftprobe von Zinkweiß PW4 Vollton Deckprobe Aufhellung
Deckkraft
halbtransparent
Lichtechtheit
Hersteller- und Anwendungshinweise prüfen
Färbekraft
niedrig bis mittel
Temperatur
eher kühl
Trocknung
langsam

Transparenteres Mischweiß für sanfte Aufhellungen. Bei Ölfarben sollten Hinweise des Herstellers zur Verwendung und zum Schichtaufbau besonders sorgfältig beachtet werden.

Single Pigment
Deckkraft- und Aufhellungsprobe von gelbem Eisenoxid PY42 Vollton Deckprobe Mit Weiß
Deckkraft
meist deckend
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
mittel
Temperatur
warm
Trocknung
mittel

Stabiles, erdiges Gelb für Landschaften, Hauttöne, Untermalungen und gedeckte Grünmischungen.

Single Pigment
Halbdeckende Farbprobe von natürlichem Gelbocker PY43 Vollton Deckprobe Mit Weiß
Deckkraft
häufig halbdeckend
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
niedrig bis mittel
Temperatur
warm
Trocknung
mittel

Natürlich wirkendes Ockergelb. Der genaue Charakter kann je nach Herkunft und Verarbeitung des Erdpigments sichtbar variieren.

Single Pigment
Transparente Lasurprobe von Nickel-Azogelb PY150 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
transparent
Lichtechtheit
häufig hoch bewertet
Färbekraft
hoch
Temperatur
warm bis grünlich
Trocknung
eher langsam

Transparentes Gelb für leuchtende Lasuren und klare Grünmischungen. Im Vollton oft deutlich tiefer als in dünnem Auftrag.

Starke Rezepturvariation
Halbtransparente Farbprobe von rotem Eisenoxid PR101 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
transparent bis deckend
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
mittel
Temperatur
warm
Trocknung
mittel

Je nach Herstellung als transparentes Braunrot, gebrannte Siena oder deckendes Eisenoxid erhältlich. Die konkrete Tubenangabe ist besonders wichtig.

Single Pigment
Halbdeckende Farbprobe von Pyrrolrot PR254 Vollton Deckprobe Mit Weiß
Deckkraft
halbdeckend bis deckend
Lichtechtheit
häufig hoch bewertet
Färbekraft
sehr hoch
Temperatur
eher warm
Trocknung
mittel

Intensives modernes Rot für klare Orange-, Rosa- und Violettmischungen. Aufgrund der hohen Färbekraft sparsam dosieren.

Single Pigment
Transparente Lasurprobe von Quinacridonmagenta PR122 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
transparent
Lichtechtheit
häufig hoch bewertet
Färbekraft
sehr hoch
Temperatur
kühl
Trocknung
eher langsam

Leuchtendes kühles Rot für klare Violettmischungen, transparente Schatten und intensive Rosatöne.

SDS prüfen
Deckende Farbprobe von Cadmiumrot PR108 Vollton Deckprobe Mit Weiß
Deckkraft
deckend
Lichtechtheit
häufig hoch bewertet
Färbekraft
sehr hoch
Temperatur
warm
Trocknung
mittel

Stark deckendes, warmes Rot. Produktkennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt müssen beachtet werden; das Tool leitet aus dem Pigmentcode keine individuelle Gefährdungsbeurteilung ab.

Bewertung prüfen
Transparente Farbprobe von Dioxazinviolett PV23 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
transparent
Lichtechtheit
konkrete Herstellerbewertung prüfen
Färbekraft
sehr hoch
Temperatur
kühl
Trocknung
eher langsam

Sehr kräftiges dunkles Violett. Kleine Mengen reichen aus, um Mischungen stark abzukühlen oder zu neutralisieren.

Single Pigment
Transparente Farbprobe von Ultramarinblau PB29 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
transparent
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
mittel
Temperatur
eher warmes Blau
Trocknung
eher langsam

Vielseitiges Blau für Himmel, Schatten, Violettmischungen und die Neutralisierung warmer Erdfarben.

Single Pigment
Transparente Farbprobe von Phthaloblau PB15:3 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
transparent
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
sehr hoch
Temperatur
kühl
Trocknung
eher langsam

Sehr färbestarkes kühles Blau für leuchtende Grünmischungen und tiefe Lasuren. Kleine Mengen verändern eine Mischung deutlich.

SDS prüfen
Halbtransparente Farbprobe von Kobaltblau PB28 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
halbtransparent
Lichtechtheit
häufig hoch bewertet
Färbekraft
mittel
Temperatur
neutral bis leicht kühl
Trocknung
mittel

Ausgewogenes mittleres Blau. Produktkennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt des Herstellers beachten.

Single Pigment
Transparente Farbprobe von Phthalogrün PG7 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
transparent
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
sehr hoch
Temperatur
kühl
Trocknung
eher langsam

Extrem färbestarkes kühles Grün. Mit Rot- und Erdpigmenten lassen sich tiefe Neutral- und Schattenfarben mischen.

Single Pigment
Deckende Farbprobe von Chromoxidgrün PG17 Vollton Deckprobe Mit Weiß
Deckkraft
deckend
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
mittel
Temperatur
eher warm und erdig
Trocknung
mittel

Ruhiges deckendes Grün für Landschaften, Vegetation und gedämpfte Untermalungen.

Natur- oder Brennvariante
Halbtransparente Farbprobe von Umbra PBr7 Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
halbtransparent
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
mittel
Temperatur
neutral bis warm
Trocknung
häufig schnell

Vielseitiges Erdpigment für Untermalungen, Schatten und Neutralmischungen. Umbra kann die Trocknung einer Mischung beschleunigen.

Single Pigment
Halbdeckende Farbprobe von Elfenbeinschwarz PBk9 Vollton Deckprobe Mit Weiß
Deckkraft
halbdeckend
Lichtechtheit
typischerweise hoch
Färbekraft
hoch
Temperatur
eher kühl
Trocknung
eher langsam

Tiefes Schwarz für dunkle Akzente und kühle Grautöne. In Farbmischungen kann es die Leuchtkraft schnell reduzieren.

3 Pigmente
Halbtransparente Farbprobe einer beispielhaften Payne-Grau-Mischung Vollton Lasur Mit Weiß
Deckkraft
rezepturabhängig
Lichtechtheit
für alle Bestandteile prüfen
Färbekraft
hoch
Temperatur
eher kühl
Trocknung
rezepturabhängig

Beispiel für eine Mehrpigmentfarbe. Die tatsächliche Zusammensetzung von Payne-Grau unterscheidet sich zwischen Herstellern und Farbserien.

Beispielauswahl: Sechs Pigmente für eine vielseitige Landschaftspalette.

Ausgewählte Tuben

Dein Palettenplan mit bis zu acht Farben

  1. 1 PW6 Titanweiß
  2. 2 PY42 Gelbes Eisenoxid
  3. 3 PR101 Rotes Eisenoxid
  4. 4 PB29 Ultramarinblau
  5. 5 PG7 Phthalogrün
  6. 6 PBr7 Umbra
  7. 7 Freier Platz Weiteres Pigment auswählen
  8. 8 Freier Platz Weiteres Pigment auswählen

Visuelle Auswertung

Balance der Beispielpalette

Visuelle Balance der ausgewählten Landschaftspalette Die Grafik zeigt die Verteilung der ausgewählten Pigmente nach Farbtemperatur, Deckkraft, Färbekraft, Trocknung und Lichtechtheit. Palettenprofil Farbtemperatur 4 warm 2 kühl Deckkraftverteilung deckend 2 halbdeckend 2 transparent 2 Durchschnittliche Färbekraft mittel bis hoch hohe Tendenz
Die Grafik bewertet die aktuelle Auswahl als Planungsgrundlage. Sie ersetzt keine Herstellerprüfung und keine eigene Mischprobe.

Aktuelle Beispielauswertung

Die ausgewählte Landschaftspalette enthält sechs Pigmente. Sie kombiniert ein kräftiges Mischweiß, zwei warme Erdfarben, ein vielseitiges Blau, ein sehr färbestarkes Grün und ein schnell trocknendes Braun.

Ausgewählte Farben
6 von maximal 8
Single-Pigment-Anteil
6 von 6 Farben
Warme und kühle Balance
Vier eher warme und zwei eher kühle Pigmente
Deckkraft
Deckende, halbtransparente und transparente Möglichkeiten vorhanden
Färbekraft
Überwiegend mittel, PG7 muss besonders sparsam dosiert werden
Trocknung
PBr7 kann schneller anziehen als PB29, PG7 und PW6
Lichtechtheit
Für alle ausgewählten Pigmente typischerweise hoch, Tubenangaben dennoch prüfen

Stärke der Palette

Mit PY42, PR101, PB29 und PBr7 lassen sich zahlreiche natürliche, gedämpfte Töne erzeugen. PG7 erweitert die Palette um sehr intensive Grün- und Türkismischungen.

Mögliche Lücke

Ein klares intensives Rot fehlt. Für Blüten, leuchtende Akzente oder kräftige Violettmischungen könnte PR254 oder PR122 sinnvoll sein.

Ähnliche Funktionen

Die Auswahl enthält keine eindeutige Doppelung. PY42, PR101 und PBr7 liegen jedoch im erdigen Bereich und erzeugen bewusst eine gedämpfte Schwerpunktsetzung.

Sicherheitsprüfung

Bei der Beispielpalette wird kein besonderer Warnhinweis automatisch abgeleitet. Etiketten und Sicherheitsdatenblätter müssen trotzdem für jede konkrete Tube geprüft werden.

Mischbeziehungen sichtbar machen

Mischrisiko-Matrix der Beispielpalette

Die Matrix schätzt ein, ob zwei ausgewählte Pigmente eher eine klare, gedämpfte oder stark neutralisierte Mischung erwarten lassen. Sie zeigt keine verbindliche Zielfarbe, denn Pigmentkonzentration, Mischungsverhältnis, Ölanteil und Herstellerrezeptur verändern das Ergebnis.

Mischrisiko-Matrix mit sechs ausgewählten Pigmenten Die Matrix vergleicht PW6, PY42, PR101, PB29, PG7 und PBr7. Grün kennzeichnet eher klare oder kontrollierbare Mischungen, Ocker gedämpfte Mischungen und Rot stark neutralisierende Kombinationen. PW6 PY42 PR101 PB29 PG7 PBr7 PW6 PY42 PR101 PB29 PG7 PBr7 heller heller heller heller heller erdig Grün Grün Ocker erdig Violett neutral Braun Grün Violett Türkis dunkel Grün neutral Türkis neutral Ocker Braun dunkel neutral eher klar oder gut steuerbar gedämpfte Mischung stark neutralisierend
Beispielmatrix für sechs ausgewählte Pigmente. Die Farbfelder beschreiben eine wahrscheinliche Richtung, nicht die exakte Mischfarbe.

Wichtige Mischbeziehungen der Beispielpalette

  • PY42 + PB29 Ergibt meist natürliche, eher gedämpfte Grüntöne und eignet sich gut für Landschaften.
  • PY42 + PG7 Das starke PG7 wird durch das erdige Gelb kontrollierbarer und natürlicher.
  • PR101 + PB29 Führt zu gedeckten Violett-, Braun- und Schattenfarben.
  • PR101 + PG7 Neutralisiert stark und kann ein tiefes farbiges Dunkel erzeugen.
  • PB29 + PBr7 Erzeugt ein dunkles, häufig natürlich wirkendes Grau oder Schwarzblau.
  • PW6 + PG7 Ergibt ein kräftiges, eher kühles Mint- oder Türkisgrün; PG7 sehr sparsam dosieren.

Schnellreferenz

Pigmentcode-Tabelle für häufige Ölfarben

Typische Eigenschaften ausgewählter Pigmente in Künstlerölfarben
Pigmentcode Häufiger Farbname Typische Deckkraft Charakter Besonderer Hinweis
PW6 Titanweiß deckend sehr hohe Aufhellungs- und Färbekraft macht transparente Farben schnell pastelliger
PW4 Zinkweiß halbtransparent kühler und schwächer als Titanweiß Anwendungshinweise für Ölmalerei besonders prüfen
PY42 Gelbes Eisenoxid häufig deckend warmes, stabiles Erdpigment gut für Untermalung und natürliche Grüntöne
PY43 Natürliches Gelbocker häufig halbdeckend natürliches, weniger kräftiges Ockergelb Herkunft und Verarbeitung beeinflussen den Farbcharakter
PY150 Nickel-Azogelb transparent tiefes Lasurgelb mit hoher Färbekraft ergibt mit Phthaloblau klare Grüntöne
PR101 Rotes Eisenoxid transparent bis deckend warmes, erdiges Rotbraun Eigenschaften variieren stark nach Pigmentform und Rezeptur
PR254 Pyrrolrot halbdeckend bis deckend intensives modernes Rot hohe Färbekraft
PR122 Quinacridonmagenta transparent kühles, leuchtendes Rot geeignet für klare Violett- und Rosatöne
PR108 Cadmiumrot deckend warmes, kräftiges Rot Produktkennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt prüfen
PV23 Dioxazinviolett transparent sehr dunkles und färbestarkes Violett Lichtechtheitsangabe der konkreten Farbserie prüfen
PB29 Ultramarinblau transparent eher warmes, vielseitiges Blau gut für Violett, Schatten und Neutralmischungen
PB15:3 Phthaloblau Grünnuance transparent kühles Blau mit sehr hoher Färbekraft sparsam dosieren
PB28 Kobaltblau halbtransparent ausgewogenes mittleres Blau Produktkennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt prüfen
PG7 Phthalogrün Blaunuance transparent kühles Grün mit extrem hoher Färbekraft lässt sich mit Rot- oder Erdpigmenten neutralisieren
PG17 Chromoxidgrün deckend ruhiges, erdiges Grün gut für gedeckte Vegetationsfarben
PBr7 Umbra natur oder gebrannt häufig halbtransparent vielseitiges braunes Erdpigment kann die Trocknung beschleunigen
PBk9 Elfenbeinschwarz halbdeckend tiefes, eher kühles Schwarz kann Mischungen schnell abdunkeln und dämpfen

Grenzen der Pigment- und Mischanalyse

Keine exakte digitale Mischfarbe

Bildschirmfarben beruhen auf Licht, Ölfarben auf Pigmenten. Eine digitale Vorschau kann deshalb keine reale Mischprobe auf der Palette ersetzen.

Herstellerrezepturen unterscheiden sich

Zwei Farben mit demselben Pigmentcode können sich in Farbton, Transparenz, Färbekraft, Ölanteil, Konsistenz und Trocknung sichtbar unterscheiden.

Lichtechtheit nicht pauschal übertragen

Die Bewertung gilt für die konkrete Farbe und Formulierung. Prüfe die Skala des Herstellers, weil Buchstaben, Sterne und römische Zahlen unterschiedlich verwendet werden können.

Keine Sicherheitsfreigabe

Ein Pigmentcode allein reicht nicht für eine Gefährdungsbeurteilung. Beachte Warnsymbole, Gebrauchshinweise und das Sicherheitsdatenblatt der tatsächlich verwendeten Tube.

Nicht für loses Pigmentpulver

Das Werkzeug ist für gebrauchsfertige Künstlerölfarben gedacht. Der Umgang mit trockenen Pigmentpulvern erfordert zusätzliche Schutzmaßnahmen und fachkundige Materialkenntnisse.

Eigene Mischprobe dokumentieren

Lege kleine Farbproben mit Vollton, dünnem Auftrag und Weißausmischung an. Notiere Pigmentcode, Mischungsverhältnis und Datum für spätere Projekte.

Häufige Fragen zu Pigmentcodes und Ölfarben

Was bedeutet der Pigmentcode PB29?

PB29 steht für Pigment Blue 29 und wird üblicherweise mit Ultramarinblau verbunden. Das P bezeichnet ein Pigment, B die Farbfamilie Blau und 29 die zugeordnete Nummer im Color Index.

Ist eine Single-Pigment-Ölfarbe immer besser?

Nein. Single-Pigment-Farben sind häufig leichter vorhersehbar und ermöglichen kontrollierte Mischungen. Mehrpigmentfarben können jedoch einen sehr nützlichen fertigen Farbton bieten. Wichtig ist, die enthaltenen Pigmente zu kennen und beim weiteren Mischen zu berücksichtigen.

Woran erkenne ich transparente und deckende Ölfarben?

Viele Hersteller verwenden einen offenen, halb gefüllten oder vollständig gefüllten Kreis. Die genaue Bedeutung steht in der Legende der Farbserie. Zusätzlich geben Farbkarten und Deckproben Auskunft darüber, wie sich die Farbe über einem hellen und dunklen Untergrund verhält.

Warum kann PR101 transparent oder deckend sein?

PR101 umfasst unterschiedliche Formen von rotem Eisenoxid. Teilchengröße, Herstellung und Formulierung können zu transparenten Braunroten, halbdeckenden Siena-Tönen oder stark deckenden Rotoxiden führen. Deshalb ist bei PR101 die konkrete Produktangabe besonders wichtig.

Welche Pigmente eignen sich für Lasuren?

Transparente Pigmente wie PB29, PB15:3, PG7, PR122 oder PY150 können sich je nach Herstellerfarbe gut für Lasuren eignen. Prüfe zusätzlich Deckkraftsymbol, Bindemittel, Konsistenz und Herstellerempfehlung.

Welche Ölfarben lassen sich klar miteinander mischen?

Besonders klare Mischungen entstehen häufig mit wenigen, farblich geeigneten Single-Pigment-Farben. Ein transparentes Gelb und ein kühles Blau können beispielsweise ein leuchtenderes Grün ergeben als mehrere bereits gemischte, erdige Tubenfarben. Das tatsächliche Ergebnis muss durch eine reale Mischprobe geprüft werden.

Was bedeutet Lichtechtheit bei Ölfarben?

Die Lichtechtheit beschreibt, wie beständig eine Farbe unter Lichteinwirkung bleibt. Hersteller verwenden dafür unterschiedliche Bewertungssysteme. Deshalb muss die jeweilige Legende gelesen und die Angabe der konkreten Farbtube geprüft werden.

Kann der Pigmentcode-Checker Sicherheitsrisiken erkennen?

Nein. Das Werkzeug kann lediglich daran erinnern, bei bestimmten Pigmentgruppen und sichtbaren Warnhinweisen genauer hinzusehen. Verbindlich sind die Kennzeichnung, Gebrauchsanweisung und das Sicherheitsdatenblatt des konkreten Produkts.

Werden meine eingegebenen Tubendaten gespeichert?

Nein. Die Angaben werden ausschließlich lokal im Browser ausgewertet. Das Tool nutzt keine externe API und überträgt die eingegebenen Pigmentcodes nicht an einen Server.

Mehr Tools & Rechner:

 

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