Ölbilder schätzen

Ölbilder schätzen     

 

Die Ölmalerei gehört zu den beliebtesten Maltechniken in der künstlerischen Malerei und viele denken automatisch an die prachtvollen und imposanten Ölgemälde alter Meister, wenn sie an Kunst, Museen und Galerien denken. Neben der besonderen Farbbrillanz und Ausdrucksstärke gehört zu den charakteristischen Merkmalen von Ölfarben, dass sie nur sehr langsam trocknen.

 

Insofern dauert es entsprechend lange, bis ein Ölgemälde fertiggestellt ist und nicht wenige Kunstwerke, die aus vielen Farbschichten modelliert wurden, sind über Zeiträume von vielen Monaten und teils sogar Jahren entstanden. Bevor ein Ölbild verkauft wird, sollte es geschätzt werden, denn insbesondere Ölbilder, die handwerklich hochwertig gemalt wurden, können sehr wertvoll sein, auch wenn der Künstler eher unbekannt ist.

 

Zudem kann ein Experte recht sicher bestimmen, wie alt das Ölbild ist und je nachdem, wo man seine Ölbilder schätzen lasst, ist die Bewertung verhältnismäßig günstig und teils sogar kostenfrei. Der Laie kann auf diese Weise jedoch verhindern, dass er sein Ölbild weit unter Wert verkauft.

 

 

Ölbilder sind gleich Dekorationsobjekte

 

Generell gehören Ölbilder aber zu den sehr geschätzten Dekorationsobjekten, denn keine anderen Farben entwickeln eine derartige Ausdrucksstärke und Leuchtkraft, zudem sind die Farben lichtecht und aufgrund der schützenden Firnis neigen hochwertige Ölfarben kaum dazu, zu vergilben. Die Ölmalerei gilt zwar als eher schwierig und anspruchsvoll, allerdings ist dieser Respekt nur bedingt begründet, denn aufgrund der langen Trocknungszeiten sind ebenso lange Korrekturen möglich. Zudem löst sich trockene Farbe nicht an, so dass Fehler im Nachhinein übermalt werden können. Wichtig ist allerdings, die Grundregeln der Ölmalerei zu beachten.

 

Hierzu gehört, dass der Malgrund immer grundiert sein muss, da er die Farben ansonsten unregelmäßig aufsaugt und sich dadurch Flecken bilden. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Anleitung für die Ölmalerei ist der Grundsatz, dass fett auf mager gemalt wird, was bedeutet, dass die unteren Farbschichten weniger Öl enthalten als die oberen Farbschichten.

 

Damit ist sichergestellt, dass eine sichere Haftung mit dem Untergrund erfolgt und die Farben nach dem Trocknen nicht zur Rissbildung neigen. Zu den weiteren wichtigen Vorteilen von Ölfarben gehört, dass sie in unterschiedlicher Form vermalt werden können. So ist es möglich, die Farben sehr dünnflüssig und ähnlich wie in der Aquarellmalerei zu verwenden oder sie in eher dicker und cremiger Konsistenz aufzutragen, wodurch sich die typischen Strukturen von Ölbildern ergeben. Zudem kann anhand der Pigmentdichte festgelegt werden, wie deckend die Farben sein sollen und auch hier ist zwischen nahezu transparent bis hin zu vollständig deckend alles möglich.

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