Eigene Pinsel herstellen – 3 Ideen

Eigene Pinsel herstellen – 3 Ideen

Es müssen nicht immer nur klassische Pinsel und Malmesser aus dem Künstlerbedarf sein. Möchte der Maler besondere Effekte erzielen, kann er sich eigene Pinsel herstellen.

Die Materialien dafür finden sich im Haushalt und in der Natur.

Hier sind drei Ideen für kreative Pinsel!:

Eigene Pinsel basteln

Manchmal möchte ein Maler ganz bestimmte Effekte auf seinem Ölbild erzielen. Doch die üblichen Malwerkzeuge, allen voran Pinsel und Malmesser, eignen sich nur bedingt, um die Ideen umzusetzen. In diesem Fall können selbst angefertigte Pinsel eine ideale Lösung sein.

Farbflächen gleichmäßig einzufärben oder präzise Kanten zu malen, ist mit den Pinseln Marke Eigenbau zwar nicht möglich. Und oft überstehen die Pinsel auch nur einen einzigen Einsatz. Doch dafür erlauben sie dem Maler, sich kreativ zu entfalten und einzigartige Ölbilder mit originellen Elementen zu kreieren.

Außerdem verursachen die selbst gebastelten Pinsel kaum Kosten, denn die benötigten Materialien sind ohnehin schon vorhanden oder lassen sich für ein paar Cent besorgen.

 

Die Materialen für kreative Pinsel

Im Prinzip kann der Maler so gut wie jeden Gegenstand, der Farbe aufnehmen und auf die Leinwand auftragen kann, als Pinselersatz nutzen. Bürsten aller Art, Besteck, Schwämme, Stoffreste, Schnüre, ein alter Wischmopp oder eine Maurerkelle beispielsweise lassen sich prima in Malwerkzeuge umfunktionieren.

Der Maler kann sich sogar einen dünnen Einweghandschuh anziehen und direkt mit den Fingern oder Händen malen. Teilweise muss er sich dann aber eine bestimmte Technik beim Malen einfallen lassen. Denn wenn der Pinselstiel fehlt, ist der Maler mit seinem Malwerkzeug viel näher an der Leinwand als er es vielleicht gewohnt ist.

Möchte der Maler hingegen Pinsel basteln, die neben der Malfläche auch einen Griff haben, bietet der Haushalt viele nützliche Materialien. Alte Kochlöffel, Essstäbchen, abgebrochene Besenstiele oder Stäbe von Rankhilfen beispielsweise sind optimale Pinselstiele. Für die Malfläche wiederum kann der Maler alle Materialien verwenden, die flexibel sind und sich formen lassen. Von Schwammtüchern bis hin zu Pflanzenteilen ist alles möglich.

Natürlich kann der Maler bei selbstgebastelten Pinseln nie so genau wissen, wie sie sich verhalten. Doch gerade das macht den Reiz aus. Und oft liefert der einzigartige Farbauftrag dem Maler gerade die Inspiration, die seine Kreativität erst so richtig ankurbelt und sein Ölbild zu einem einmaligen Kunstwerk macht. Und um gleich noch ein paar Anregungen zu liefern, haben wir drei Ideen für selbstgemachte Pinsel zusammengestellt.

 

  1. Idee: Pinsel aus Schwammtüchern

Schwammtücher eignen sich bestens als Borstenersatz. Denn sie nehmen Farbe auf und geben sie auch wieder ab. Durch ihre gemusterte Oberflächenstruktur sorgen sie nebenbei noch für zusätzliche Effekte.

Um Pinsel aus Schwammtüchern herzustellen, braucht der Maler

  • Schwammtücher,
  • einen Gegenstand wie einen Kochlöffel oder ein Essstäbchen als Pinselstiel,
  • die Schere und
  • Klebeband.

Zuerst schneidet der Maler einen Streifen von dem Schwammtuch ab. Diesen Streifen rollt er der Länge nach zusammen. Anschließend steckt er die Spirale auf seinen Pinselstiel und fixiert sie mit reichlich Klebeband. Damit ist der Pinsel auch schon fertig.

Diese Basisversion kann der Maler aber natürlich auf verschiedene Art abwandeln. So kann er den Schwammtuchstreifen beispielsweise doppelt legen, wenn er einen sehr breiten Pinsel anfertigen möchte. Oder er kann den Streifen breiter zuschneiden und nach dem Befestigen am Stiel im oberen Drittel senkrecht einschneiden.

Eine weitere Möglichkeit ist, den Schwammtuchstreifen der Breite nach zusammenzurollen. Dadurch zeigen die schmalen Kanten nach außen, während die Malfläche an ein Stempelkissen erinnert. Außerdem muss der Maler das Schwammtuch nicht unbedingt rollen. Stattdessen kann er beispielsweise auch Dreiecke oder Vierecke zuschneiden, übereinanderlegen und am Stiel befestigen.

 

  1. Idee: Pinsel aus Zweigen

Seinen nächsten Waldspaziergang kann der Maler nutzen, um verschiedene Zweige und Äste zu sammeln. Daraus kann er dann interessante Holzpinsel anfertigen.

Dabei braucht er für die Pinsel lediglich

  • Zweige und Äste in unterschiedlichen Stärken und
  • einen Hammer.

Zuerst bricht der Maler die Zweige so ab, dass sie eine angenehme Pinsellänge haben. Anschließend nimmt der Maler den Hammer und legt einen Zweig mit einem Ende auf eine harte, feste Unterlage. Dann bearbeitet er die Spitze solange mit dem Hammer, bis das Holz stark auffasert. Das Ergebnis ist ein Holzpinsel, der ein bisschen an einen Borstenpinsel oder eine feste Bürste erinnert. Bearbeitet der Maler Äste und Zweige, die unterschiedlich dick sind, kann er sich auf diese Weise ein ganzes Sortiment an Holzpinseln zusammenstellen.

 

  1. Idee: Pinsel aus Blättern, Gräsern und Blüten

Die Natur hält eine Fülle an Materialien bereit, die sich durch ihre Formen und ihre Strukturen prima für kreative Pinsel eignen. Wenn der Maler das nächste Mal durch einen Park spaziert oder in seinem Garten unterwegs ist, sollte er deshalb die Augen offen halten und Material für seine Pinsel sammeln.

Für die selbstgemachten Pinsel braucht er

  • Blätter, Gräser und Blüten verschiedener Art,
  • runde Gegenstände wie dünne Rundhölzer, Kochlöffel oder Essstäbchen als Pinselstiele,
  • die Schere,
  • Faden, Garn oder dünne Schnur und
  • Klebeband

Zunächst wählt der Maler die Naturmaterialien aus, die er für einen Pinsel verwenden möchte. Dabei kann er es bei Einzelstücken belassen, mehrere Blätter oder Gräser einer Sorte zusammennehmen oder verschiedene Naturmaterialien miteinander mischen.

Verarbeitet er mehrere Materialien, bindet der Maler die Blätter oder Gräser zu einem kleinen Sträußchen zusammen. Anschließend kann er die Stiele kürzen. Das Sträußchen steckt er dann auf einen Pinselstiel und befestigt es mit Klebeband. Damit ist der Pinsel auch schon fertig.

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