Die schönsten Kunstmuseen in Deutschland, 2. Teil

Die schönsten Kunstmuseen in Deutschland, 2. Teil

Altmodische Gemälde in verstaubter Atmosphäre? Von wegen! Kunstmuseen zu besuchen, liegt voll im Trend. Umfragen belegen, dass es Kunst- und Kulturinteressierte regelmäßig in Ausstellungen zieht.

Kunstmuseen in Deutschland

Und dabei ist die Auswahl riesig. In Deutschland gibt es zahllose Museen, die Arbeiten aus den verschiedensten Kunstepochen und Stilrichtungen zeigen. Ebenso unterschiedlich wie die Kunst sind übrigens auch die Museen selbst.

So ist von ganz unscheinbaren Gebäuden über riesige Kunstareale bis hin zu architektonischen Meisterwerken alles vertreten.

In einer zweiteiligen Liste stellen wir zehn der schönsten Kunstmuseen in Deutschland vor.

Hier ist der 2. Teil!:

 

  1. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in Köln

Das Wallraf-Richartz-Museum gehört zu den großen klassischen Gemäldegalerien und ist gleichzeitig das älteste Museum der Stadt Köln. Untergebracht in einem Gebäude aus dem Jahr 2001, gehört eine der weltweit umfangreichsten und wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei zum Bestand des Museums.

Vor allem die Kölner Malerschule spielt hier eine Rolle. In der Geschichte Kölns gab es weder große Stadtbrände noch nennenswerte Bilderzerstörungen. Deshalb sind mittelalterliche Tafelbilder in einer einmaligen Vielfalt erhalten geblieben. Dazu kommen ausgewählte Kunstwerke aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, die einen schönen Querschnitt zeigen und die Entwicklung der Kunst im Laufe der Zeit nachvollziehbar machen.

Die Fondation Corboud beheimatet die größte Sammlung von Gemälden des Impressionismus in Deutschland. Dazu kommt die Graphische Sammlung, die über 75.000 Kunstwerke auf Papier umfasst. Sie decken die Zeitspanne vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert ab. Im Museum haben Besucher also die Möglichkeit, auf eine Zeitreise zu gehen und sich Kunst vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert anzuschauen.

 

  1. Die Staatsgalerie Stuttgart in Stuttgart

Die Geschichte der Staatsgalerie Stuttgart reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Seinerzeit legten die württembergischen Herzöge durch ihre Kunstsammlungen den Grundstock für das Museum. 1843 wurde die Staatsgalerie Stuttgart dann eröffnet.

Über 100 Jahre später, nämlich 1984, kam mit der Neuen Staatsgalerie ein Erweiterungsbau dazu. Dieses Gebäude ist im Stil der Postmodernen Architektur errichtet, gestaltet wurde es vom Architekten James Stirling. Es gilt als Meisterwerk dieser architektonischen Stilrichtung in Deutschland.

Die Sammlung der Staatsgalerie zählt rund 5.000 Gemälde und Plastiken. Sie zeigen unter anderem altdeutsche, italienische und niederländische Malerei ab dem ausklingenden Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Dazu kommt eine Sammlung der Klassischen Moderne, die einen schönen Querschnitt der verschiedenen Kunstströmungen und Künstlergruppen im 20. Jahrhundert präsentiert.

Daneben gehören eine bedeutende graphische Sammlung mit über 400.000 Werken wie Zeichnungen, Druckgraphiken, Plakaten, Collagen, Buchillustrationen und Fotographien von gut 12.000 verschiedenen Künstlern und vier umfangreiche Archive zum Bestand der Staatsgalerie.

 

  1. Die Alte Pinakothek in München

1836 eröffnet, gehört die Alte Pinakothek zu den bedeutsamsten Gemäldegalerien weltweit. Die Sammlung umfasst mehrere tausend Gemälde der deutschen, altniederländischen, holländischen, flämischen, italienischen, französischen und spanischen Malerei aus dem Zeitraum vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.

Gut 700 Kunstwerke davon bilden die ständige Ausstellung und werden in 19 Sälen und 47 Kabinetten präsentiert. Dazu kommen verschiedene Wechselausstellungen.

Direkt gegenüber der Alten Pinakothek befindet sich die Neue Pinakothek. Sie zeigt Kunstwerke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst wiederum widmen sich der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Dazu kommen das Türkentor und einige andere Einrichtungen. Sie alle zusammen bilden ein Kunstareal.

 

  1. Die Museen Böttcherstraße in Bremen

Unweit vom Bremer Rathaus und dem Roland gelegen, sind die Museen in der verwinkelten Böttcherstraße allein schon wegen ihrer beeindruckenden Architektur aus Backstein einen Besuch wert. Die Museen Böttcherstraße selbst bestehen aus zwei Museen, nämlich zum einen dem Ludwig Roselius Museum und zum anderen dem Paula Modersohn-Becker Museum.

Das Ludwig Roselius Museum ist ein Patrizierhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es ist das älteste Gebäude der Böttcherstraße, seine Grundmauern gehen vermutlich bis ins 14. Jahrhundert zurück. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde es im Stil der Renaissance neu errichtet und im Auftrag seines späteren Besitzers Ludwig Roselius um typische Elemente eines altbremischen Bürgerhauses ergänzt.

1928 öffnete Roselius das Roselius-Haus dann als Museum. Bis heute präsentiert sich das Museum so, wie es sein Gründer geplant hatte: Die kostbare Sammlung von Kunstwerken und kunsthandwerklichen Objekten fügt sich in ein Gesamtbild aus erlesenen Möbeln, edlen Teppichen und hochwertigen Wandbekleidungen ein. Der Besucher sieht nicht nur Kunst, sondern kann in die Atmosphäre von gehobener bürgerlicher Wohnkultur eintauchen.

Das Paula Modersohn-Becker Museum ist das erste Museum weltweit, das sich einer Malerin widmet. Auftraggeber des Gebäudes, das als Hauptwerk der expressionistischen Architektur in Deutschland gilt, war Ludwig Roselius. Für den Entwurf und den Bau zeichnet der Bildhauer Bernhard Hoetger verantwortlich.

1927 eröffnet, zeigt das Museum Meisterwerke aus allen Schaffensphasen von Paula Modersohn-Becker, die zu den wichtigsten Vertreterinnen der modernen Malerei Anfang des 20. Jahrhunderts zählt. Zum Bestand des Museums gehört außerdem die größte Sammlung von Kunstwerken von Bernhard Hoetger. Neben der ständigen Ausstellung gibt es regelmäßig Sonderausstellungen, die Arbeiten von Künstlerinnen der Moderne zeigen.

 

  1. Die Hamburger Kunsthalle in Hamburg

Die Gesamtfläche der Hamburger Kunsthalle beträgt über 13.000 Quadratmeter, verteilt auf drei miteinander verbundene Gebäude. Dabei beherbergt das Museum mehrere bedeutsame Kunstsammlungen, die Kunst ab dem Mittelalter bis zur Gegenwart zeigen.

Einen großen Schwerpunkt der Sammlung bildet das 19. Jahrhundert. Dazu kommen Abteilungen für Alte Meister und Kunstwerke der Klassischen Moderne. Die Kunst der Gegenwart füllt einen eigenen Gebäudekomplex. Eine umfangreiche Skulpturensammlung, ein Kupferstichkabinett mit mehr als 120.000 Blättern und eine Bibliothek mit über 175.000 Bänden runden die beeindruckende und breitgefächerte Sammlung ab.

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