Die 10 schönsten Kunstmuseen in Deutschland, 1. Teil

Die 10 schönsten Kunstmuseen in Deutschland, 1. Teil

Zeitreise in die Vergangenheit oder Bestaunen von zeitgenössischen Arbeiten? Interesse an Kunst, Suche nach Anregungen und Ideen oder lehrreiche Unterhaltung? Die Auswahl an Kunstmuseen ist groß. Und so lässt sich für jeden Geschmack das richtige Museum finden.

Kunstmuseen Deutschland

Kunstmuseen sind keineswegs verstaubte Kultureinrichtungen, in die sich bestenfalls Schulklassen und Senioren verirren. Vielmehr liegt es voll im Trend, Museen zu besuchen.

Umfragen zufolge besuchen die Deutschen mindestens einmal pro Jahr ein Museum. Ob das daran liegt, dass es einfach gut tut, in unserer schnelllebigen Zeit gemütlich durch die Ausstellungsräume zu schlendern und Kunstarbeiten zu bestaunen, die teils schon mehrere Jahrhunderte überdauert haben?

Jedenfalls verteilen sich über ganz Deutschland zahlreiche Kunstmuseen. Und um die Lust auf den nächsten Kulturausflug zu wecken, haben wir zehn der schönsten Kunstmuseen in Deutschland herausgesucht und aufgelistet.

 

  1. Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden

Mit rund 750 ausgestellten Meisterwerken aus dem 15. bis 18. Jahrhundert gehört die Gemäldegalerie Alte Meister zu den renommiertesten Gemäldesammlungen weltweit. Die italienische Malerei, vor allem aus der Hochrenaissance und dem Barock, sowie Arbeiten holländischer und flämischer Maler aus dem 17. Jahrhundert zählen zu den Schwerpunkten der Sammlung.

Daneben gibt es eine Vielzahl an herausragenden Kunstwerken von namhaften deutschen und französischen Künstlern. Zu den wichtigsten Beständen in einem deutschen Museum wiederum zählt eine Sammlung von 34 Kunstwerken der spanischen Malerei. Neben Tafel- und Leinwandbildern aus der italienischen Frührenaissance besitzt die Gemäldegalerie außerdem die größte Cranach-Sammlung der Welt. Fast alle Arbeiten von Lucas Cranach dem Älteren und dem Jüngeren sowie aus deren Werkstatt werden gezeigt.

Die rund 750 Gemälde der ständigen Ausstellung machen rund 40 Prozent des Gesamtbestandes der Galerie aus. Als Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und untergebracht in der Sempergalerie des Zwingers, beeindruckt die Gemäldegalerie mit einem einmaligen Raumgefühl.

Die besondere Wirkung entsteht durch die recht dichte Hängung der Bilder, die in goldenen Prunkrahmen präsentiert werden. Gleichzeitig werden die Wandfarben gezielt in die Gestaltung einbezogen. So hängen die Werke italienischer Maler an roten Wänden, während holländische und flämische Gemälde an grünen Wänden angebracht sind. Graue Wände wiederum bilden den Hintergrund für Gemälde französischer und spanischer Künstler.

 

  1. Das Städel Museum in Frankfurt am Main

Eines der bedeutsamsten Kunstmuseen in Deutschland ist das Städel Museum in Frankfurt am Main, das ganz offiziell Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie heißt. Zur Sammlung des Museums gehören über 4.000 Gemälde vom Mittelalter über die Moderne bis hin zur Gegenwartskunst.

Gut 1.000 der Werke werden in der ständigen Ausstellung gezeigt. Die graphische Sammlung, die etwa 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken umfasst, ist in einem Präsenzsaal untergebracht. Ausgewählte Arbeiten werden aber auch im Ausstellungssaal gezeigt. Daneben verfügt das Museum über gut 4.000 Fotografien, 600 Skulpturen und eine eindrucksvolle Präsenzbibliothek mit 115.000 Bänden.

Das Museum geht auf den Frankfurter Privatbankier und Mäzen Johann Friedrich Städel zurück, der in seinem Testament verfügte, dass eine öffentliche Kunstausstellung und eine für Schüler kostenfreie Kunstschule eingerichtet werden sollen.

Doch sein Testament führte zu Erbschaftsstreitigkeiten. Erst als der Rechtsstreit beigelegt war, wurde die Sammlung ab 1833 in einem eigenen Ausstellungsgebäude präsentiert. An seinem heutigen Standort am Museumsufer befindet sich das Museum seit 1878.

 

  1. Das Augustinermuseum in Freiburg

Mit seiner angesehenen Sammlung von mittelalterlicher bis barocker Kunst und Malerei des 19. Jahrhunderts gehört das Augustinermuseum zu den bedeutendsten Museen am Oberrhein. Untergebracht ist das Museum in einem ehemaligen Kloster der Augustinereremiten mit gotischem Kreuzgang.

In einer jahrelangen und aufwändigen Sanierung unter der Leitung des Architekten Christoph Mäckler ist aus der früheren Klosterkirche ein topmoderner Museumsbau geworden, der den Besuch des Museums durch Balkone, Galerien, Stege, Nischen und Fenster zu einem einmaligen Erlebnis macht und beeindruckende Ansichten eröffnet.

2016 wurde das Haus der Graphischen Sammlung eröffnet, das Grafiken des Augustinermuseums und Exponate aus dem Museum für Neue Kunst zeigt. Die Ausstellungshalle im Untergeschoss, die von allen Häusern der Städtischen Museen Freiburg bestückt wird und drei verschiedene Ausstellungen im Wechselausstellungsraum jährlich bieten Besuchern ein vielseitiges Themenspektrum. Die Umbauarbeiten am Konventgebäude sollen 2020 beendet sein. Dann wird ein Steg einen Rundgang über das Gelände mit seinen verschiedenen Häusern ermöglichen.

 

  1. Das Museum Folkwang in Essen

1902 vom Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus in Hagen eröffnet, war das Museum Folkwang lange Zeit ein Vorreiter in Sachen Moderne Kunst. Nach dem Tod des Mäzens im Jahr 1921 wurde die Sammlung nach Essen verkauft. Dort hatte sich der Folkwang Museumsverein mit dem Ziel gründet, die Sammlung zu kaufen. Seitdem befindet sich das Museum auch in Essen.

Die Sammlung umfasst Werke in Kunststilen der Modernen Kunst, darunter des Impressionismus, des Expressionismus und des Surrealismus. Dazu kommen eine Grafiksammlung, Fotografien und kunstgewerbliche Objekte. In der NS-Zeit fielen rund 1.400 Arbeiten, zu denen auch renommierte Werke der Sammlung gehörten, der Aktion Entartete Kunst zum Opfer.

Durch Rückkäufe und den Kauf neuer Werke konnten die Verluste nach Kriegsende aber weitestgehend ersetzt werden. Nach einer zweijährigen Bauzeit konnte das Museum im Januar 2010 einen eigens für das Museum errichteten Neubau beziehen.

 

  1. Das Museum Barberini in Potsdam

Das Museum Barberini ist ein vergleichsweise junges Museum. Denn der Öffentlichkeit ist das privat gestiftete Museum erst seit Januar 2017 zugänglich. Das Museum ist am Alten Markt in den Räumen des Palastes Barberini beherbergt.

Der klassizistisch-barocke Palast ist dem römischen Palazzo Barberini nachempfunden und wurde von 2013 bis 2016 rekonstruiert. Stifter für den Wiederaufbau des Palastes und den Kunstbetrieb ist der Unternehmer, SAP-Mitbegründer und Mäzen Hasse Plattner.

Im Museum wird in erster Linie die Privatsammlung der Hasso-Plattner-Stiftung gezeigt. Die Schwerpunkte der Sammlung bilden die Kunst der DDR und die deutsche Kunst nach 1989. Neben Werken der Leipziger Schule gehören beispielsweise Arbeiten von Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Bernhard Heisig und Gerhard Richter zum Bestand.

Die Entwicklungen der Kunst von den alten Meistern bis zum 21. Jahrhundert bilden einen weiteren Schwerpunkt in der Sammlung. Dabei spielt vor allem der Impressionismus mit Bildern von Künstlern wie Monet, Munch oder Renoir eine Rolle. Neben Werken aus der eigenen Sammlung werden im Museum aber auch Leihgaben von anderen Museen und Privatsammlern aus aller Welt ausgestellt. So ist für das Jahr 2019 beispielsweise eine Ausstellung mit herausragenden Arbeiten von Pablo Picasso geplant.

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