Technik der Ölmalerei

Technik der Ölmalerei 

 

Bis etwa 1410 malten Künstler überwiegend mit Temperafarben, als Malgrund dienten Tafeln aus Holz. Bei Temperafarben handelt es sich um eine Mischung aus Farbpigmenten mit Wasser und Eigelb und um dem Gemälde Leuchtkraft zu verleihen, wurde es mit einer Schicht Leinöl oder einer Schicht aus Leinöl und Eigelb überzogen.

 

Dies hatte allerdings zur Folge, dass die Gemälde sehr lange trocknen mussten und nach dem Trocknen häufig rissig und porös waren. Der flämische Maler Jan van Eyck entdeckte schließlich den Brügger Weisslack, der mit dem heute verwendeten Terpentin vergleichbar ist. Diese Entdeckung und die darauffolgenden Weiterentwicklungen können durchaus als Geburtsstunde der Ölfarben und der Technik der Ölmalerei bezeichnet werden.

 

Unsere Methoden und Techniken um Ölbilder zu malen

 

Im Wesentlichen gibt es drei Methoden, um Ölbilder zu malen. Eine dieser Techniken ist die Lasurtechnik, die vom Prinzip her mit der Aquarellmalerei vergleichbar ist. Gemalt wird dabei auf einem hellen Malgrund und mit sehr stark mit Terpentin verdünnten, fast flüssigen Ölfarben. Zuerst wird eine transparente Schicht mit dem Pinsel auf den Malgrund aufgebracht und auf diese Farbschicht wird eine zweite Farbe aufgetragen.

 

Dadurch kann ein neuer Farbton angelegt oder eine bereits vorhandene Farbe verändert werden, wobei die Farben ineinander verschwimmen und sich weiche Übergänge bilden. Im Unterschied zur Aquarelltechnik wird bei der Lasurtechnik in der Ölmalerei allerdings in mehreren Schichten gearbeitet, wodurch dann die Farben ihre Transparenz und zeitgleich auch Leuchtkraft erhalten. Die zweite Anleitung beschreibt die Primatechnik. Hierbei wird mit pastoser Farbe gearbeitet und das gesamte Bild wird in einem Malgang fertiggestellt. Das bedeutet, der Maler wartet nicht ab, bis die einzelnen Schichten getrocknet sind, sondern arbeitet zügig und ohne Unterbrechungen.

 

Allerdings erfordert diese Technik einige Übung und Erfahrung, da nicht nur die Neigung zur Rissbildung, sondern auch die entstehenden Farbmischungen auf dem Bild im Vorfeld einkalkuliert werden müssen. Die dritte Technik der Ölmalerei ist die Schichtenmalerei. Diese basiert darauf, dass das Bild in mehreren Etappen fertiggestellt wird, wobei eine neue Farbschicht erst dann aufgetragen wird, wenn die darunter liegende Schicht getrocknet ist.

 

Der Vorteil an dieser Technik ist, dass sich das Bild erst allmählich entwickelt und somit Korrekturen und Änderungen auch im Verlauf des Malens jederzeit noch möglich sind. Bei der Schichtenmalerei gilt der Grundsatz, dass fett auf mager gemalt wird. Der Hintergrund wird mit Farben gemalt, die nicht oder kaum mit Leinöl vermischt sind, die Farben des Vordergrundes weisen einen hohen Ölanteil auf. Dadurch ist sichergestellt, dass die Farben gut auf dem Untergrund haften und nach dem Trocknen keine Risse auf der Oberfläche entstehen.

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