Ölmalerei Tipps

Ölmalerei Tipps 

 

Die wichtigsten Punkte bei der Anleitung für die Ölmalerei sind die, dass die Ölbilder in einzelnen Farbschichten angelegt und dabei in aller Regel vom Hintergrund aus zum Vordergrund hin gearbeitet wird. Zudem bestehen die unteren Farbschichten aus Ölfarben mit niedrigerem Ölanteil, während die oberen Farbschichten einen hohen Anteil an Öl aufweisen, weil auf diese Weise vermieden wird, dass sich auf der Oberfläche Risse bilden.

Prinzipiell ist dies auch schon alles, was beim Malen mit Ölfarben beachtet werden muss, denn durch die langen Trocknungszeiten der Farben ist es möglich, auch nachträglich noch Korrekturen vorzunehmen, Flächen farblich zu verändern oder diese einfach wieder zu übermalen.

Dennoch gibt es im Zusammenhang mit der Ölmalerei Tipps und Tricks, die sich insbesondere für Anfänger oder für weniger versierte Maler als sehr hilfreich erweisen können. Ölfarben werden im Handel in aller Regel in Tuben angeboten und diese Tuben sind mit einem bis fünf Sternen gekennzeichnet.

 

Die Sterne zeigen die Pigmentdichte und damit die Deckkraft der Farben an. Farben mit einem Stern weisen eine geringe Pigmentdichte auf, erscheinen also eher transparent, Farben mit fünf Sternen haben eine sehr hohe Pigmentdicke und sorgen für einen deckenden, satten Farbauftrag.

Die Konsistenz der Ölfarben ist cremig und leicht zäh. Um die Farben zu verdünnen oder zu verdicken, ihre Trocknungszeit zu beschleunigen oder zu reduzieren oder ihr Fließverhalten zu verändern, werden verschiedene Malmittel eingesetzt.

Terpentin kommt vor allem zum Einsatz, um Ölfarben zu verdünnen oder auch bereits angetrocknete Farbe auf dem Bild wieder veränderbar zu machen, wobei Terpentin keinen großen Einfluss auf die Trocknungsdauer nimmt. Um die Trocknungszeit zu verzögern, werden Öle wie Leinöl, Sonnenblumenöl, Walnussöl oder Mohnöl verwendet.

Wichtig ist allerdings, keine Öle tierischen Ursprungs zu verwenden, da diese bewirken, dass die Farbe niemals restlos trocknen würde. Um die Trocknungszeit zu beschleunigen, eignen sich Harze oder Oxidationsbeschleuniger. Sogenannte Malbutter, die farblos ist und Harze enthält, wird eingesetzt, um Ölfarben zu verdicken.

 

Dies ist dann ratsam, wenn sehr dicke Farbschichten aufgetragen werden sollen, da Ölfarben ohne Harze während des Trocknens etwas an Volumen verlieren und dadurch Risse entstehen würden. Die Vorteile der Ölmalerei liegen darin, dass die Farben eine extrem hohe Leuchtkraft und Farbbrillanz aufweisen und lange verarbeitbar bleiben, was insbesondere bei großformatigen Bildern und bei Verwendung der Nass-in-Nass-Technik sehr vorteilhaft ist.

Nachteilig ist allerdings, dass eben diese lange Trocknungszeit mit entsprechend langen Bearbeitungs- und Wartezeiten zwischen den einzelnen Malgängen einhergeht. Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Malgrund, der darüber entscheidet, wie gut die Farbe auf dem Untergrund haftet. Leinwände und Malkarton im Handel sind meist bereits fertig grundiert und die fettfreien, trockenen und kreidigen Untergründe erzeugen eine gute Haftung der Ölfarbe.

Allerdings gilt zu beachten, dass Ölfarben auf mechanische Verformungen sehr empfindlich reagieren und daher ein Aufrollen des Malgrundes zu erheblichen Schäden führen kann. Wird auf Holz gemalt, ist ratsam, dieses im Vorfeld mit Leinöl zu behandeln.

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