Ölbilder Landschaften

Ölbilder Landschaften 

 

Es gibt eine Unmenge von möglichen Motiven für die eigenen Ölbilder, Landschaften, Portraits, Stillleben oder auch die sogenannten abstrakten Gefühlsbilder sind nur einige wenige Beispiele. Das Malen von Landschaften in Öl ist dabei in dreierlei Hinsicht sehr beliebt, denn zum einen ermöglichen Ölfarben, die Landschaften in leuchtenden, sehr farbintensiven Farbtönen darzustellen und der damit verbundene Aus- und Farbeindruck kann mit keinen anderen Farben erreicht werden.

 

Zum anderen sind Landschaftsbilder Momentaufnahmen, vergleichbar mit Fotografien, allerdings aus dem Blickwinkel des Künstlers. Das bedeutet in anderen Worten, der Maler kann eine Landschaft so darstellen, wie er sie sieht und erschafft damit ein Bild, durch das er Erinnerungen festhalten und zeitgleich Empfindungen oder Vorstellungen verbildlichen kann.

 

Der dritte Grund ist der, dass Landschaftsbilder zu den Motiven gehören, die wir von Kindesbeinen an malen, denn auch Kinder malen typischerweise Wiesen, Bäume und Häuser und diese wiederum sind nichts anderes als Elemente von Landschaftsbildern. Vorherrschende Motive für Landschaften in Öl sind weite Felder, Blumenwiesen, Weiden mit Tieren, Meere und Seebilder, Wälder und Urwälder oder Bergpanoramen.

 

Allerdings müssen Landschaftsbilder nicht zwangsläufig natürliche Landschaften zeigen, Dörfer, Städte oder Fabrikgelände gehören ebenfalls in die Gruppe der Landschaftsmalerei. In den meisten Fällen kommt bei Ölbildern, die Landschaften zeigen, die Technik der Schichtenmalerei zum Einsatz. Diese hat den Vorteil, dass das Bild erst allmählich entsteht, so dass die unteren Farbebenen auch kleine Fehler erlauben und die eigentliche Farbgestaltung erst in den abschließenden Schichten festgelegt werden muss.

 

Anleitung für den Hintergrund

 

Beim Malen des Ölbildes beginnt die Anleitung also damit, dass der Hintergrund angelegt wird. Hierzu können die Ölfarben direkt aus der Tube auf eine Palette aufgebracht und anschließend auf dem Bild vermalt werden, möglich ist aber auch, die Farben etwas zu verdünnen und lasierend aufzutragen. Wichtig ist dabei, kein oder nur wenig zusätzliches Öl beizumischen, damit die Farben mager bleiben, denn ansonsten kann es passieren, dass die oberen Farbschichten Risse bilden.

 

Mithilfe der folgenden Farbschichten wird das Ölbild immer weiter modelliert bis der Vordergrund erreicht ist, der dann detailreich gestaltet werden kann.

 

Vorteil beim malen im Vordergrund

 

Je weiter im Vordergrund gemalt wird, desto fetter kann die Farbe werden, das bedeutet, desto mehr Öl kann hinzugemischt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Farben länger vermalbar bleiben und somit Korrekturen oder auch das Mischen von Farbtönen direkt auf dem Bild über einen langen Zeitraum möglich sind. Nachteilig ist allerdings, dass der lange Trocknungsprozess mit einer entsprechend langen Bearbeitungszeit verbunden ist, denn bevor eine neue Farbschicht aufgetragen werden kann, sollten die unteren Farbschichten getrocknet sein.

 

Ist das Bild fertiggestellt und vollständig durchgetrocknet, wird es mit einer Firnis überzogen, die die Farben versiegelt und das Ölbild vor dem Vergilben und vor Rissbildungen schützt. Allerdings kann der Trocknungsprozess, je nach Anzahl und Dicke der Farbschichten, mehrere Monate lang dauern.

 

Video zu Ölgemälden mit Landschaftsmotiven:

 

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