Malvorlagen Ölbilder

Malvorlagen Ölbilder 

 

Gerade bei den ersten Versuchen und sofern es keine experimentellen, abstrakten Ölbilder werden sollen, erweisen sich Malvorlagen als sehr hilfreich. Solche Malvorlagen für Ölbilder gibt es in verschiedenen Varianten. Einerseits bietet der Handel Leinwände, die nicht nur schon grundiert sind, sondern auch die Grundlinien des späteren Motivs enthalten, so dass der Maler diese Flächen dann letztlich nur noch ausmalen und gestalten muss.

 

Daneben finden sich auch in den Büchern zum Thema Ölmalerei meist diverse Vorlagen und in aller Regel zusammen mit der dazugehörigen Anleitung, so dass der Hobbykünstler nicht nur die Grundstruktur übernehmen kann, sondern auch weiß, wie er vorgehen muss, um ein ähnliches Ergebnis zu erhalten. Außerdem können natürlich auch andere Bilder, Fotos oder die berühmten Ölgemälde der großen Meister als Malvorlagen dienen.

 

Während geübte Maler solche Vorlagen einfach neben ihre Staffelei stellen und diese dann frei Hand übertragen, können sich weniger geübte Maler mit Abpausmethoden behelfen. Neben der Rastermethode kann die Vorlage beispielsweise auch auf den Malgrund projiziert und die Linien dann mit einem weichen Bleistift nachgemalt werden. Eine Besonderheit wird sich aber beim Malen von Ölbildern nach Vorlagen immer ergeben.

 

Motive und Unikate

 

So dienen zwar identische Motive als Malvorlagen, Ölbilder sehen im Ergebnis aber immer etwas unterschiedlich aus. Dies liegt zum einen daran, dass die Optik und die Strukturen von den Maltechniken bestimmt werden und zum anderen daran, dass große Meister und auch professionelle Künstler ihre Farben vielfach selbst mischen.

 

Insofern weisen die Ölbilder bestimmte Farbnuancen und Pinselführungen auf, die der Laie nur schwer nachahmen kann. Andererseits kann genau dies auch als Vorteil gewertet werden, denn dadurch und auch durch die persönliche Handschrift, die jeden Maler kennzeichnet, entstehen jedes Mal aufs Neue Unikate, trotz gleicher Motivwahl. Zu den wesentlichen Techniken der Ölmalerei gehören in diesem Zusammenhang die Schichtenmalerei, die Primatechnik sowie die Lasurtechnik.

 

Farbebenen mit wenigen Farben

 

Bei der Schichtenmalerei arbeitet der Künstler mit vielen Farbschichten, durch die er das Bild modelliert. Insbesondere alte Meister arbeiteten vielfach mit dieser Technik und gestalteten allein den Hintergrund aus einer großen Anzahl verschiedener Farbebenen in meist nur sehr wenigen Farben, bevor sie damit begannen, die eigentlichen Farben und Details des Bildes anzulegen.

 

Häufig kam hierbei auch die Lasurtechnik zum Einsatz, bei der sehr dünnflüssige Farben ähnlich wie in der Aquarellmalerei aufgetragen wurden. Bei der Primatechnik wird das Ölbild in nur einer Sitzung fertiggestellt. Allerdings muss der Künstler bereits im Vorfeld das Endergebnis vor Augen haben und die Farbaufträge entsprechend so gestalten, dass die gewünschten Mischtöne entstehen.

 

Videoanleitung für eine Landschaftsvorlage zum Malen:

 

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