Ölbilder signiert

Ölbilder signiert 

 

Insbesondere für Sammler und Kunsthändler spielt es eine wichtige Rolle, ob Ölbilder signiert sind oder ob nicht, denn signierte Ölbilder gelten im Allgemeinen als wertvoller als nichtsignierte Arbeiten. Die Tradition, Ölbilder und andere künstlerische Arbeiten zu signieren, reicht bis in die Antike zurück und verfolgte ursprünglich die Absicht, das Werk so zu kennzeichnen, dass es dem Künstler, der es erschaffen hat, eindeutig zugeordnet werden kann.

 

Dabei gibt es allerdings keine Regeln für Signaturen, was bedeutet, dass die Stelle, an der sich die Signatur befindet, nicht zwingend festgelegt ist und auch die Form der Signatur kann frei bestimmt werden. Während einige Künstler mit ihrem Nachnamen unterschrieben, benutzten andere Künstler, wie beispielsweise Rembrandt, lediglich ihren Vornamen als Signatur. Wieder andere Künstler nutzen Symbole als Unterschrift und teils beinhaltet die Signatur auch das Entstehungsjahr des Ölbildes. Zudem kann die Signatur auch wechseln oder sich im Laufe der Jahre verändern und weiterentwickeln.

 

Zu bedenken gilt in diesem Zusammenhang allerdings, dass eine Signatur auf einem Ölbild nicht zwangsläufig bedeutet, dass es sich um ein tatsächlich echtes Gemälde des betreffenden Künstlers handelt.

 

Während die charakteristische Pinselführung oder die besonderen Farbzusammenstellungen nur sehr schwer zu kopieren sind, ist die Signatur ein Bildelement, das verhältnismäßig einfach kopiert werden kann. Zudem gab es immer wieder Künstler, die fremde Gemälde aus Gefälligkeitsgründen signierten, beispielsweise Andy Warhol oder Joseph Beuys. Im Gegenzug gibt es echte und sehr wertvolle Ölbilder, die bewusst nicht signiert wurden, da der Künstler damit erreichen wollte, dass das Ölbild des Bildes wegen und nicht aufgrund des dahinter stehenden Künstlers Anerkennung findet.

 

Wie man signiert – das Signieren eigener Bilder

 

Für das Signieren eigener Bilder gibt es im Grunde genommen keine spezielle Anleitung. Typischerweise befindet sich die Signatur in einer der beiden unteren Bildecken und wird mithilfe eines dünnen, weichen Pinsels in schwarzer oder weißer Farbe geschrieben.

 

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Ölbilder auf der Rückseite der Leinwand zu signieren, wodurch das Bild für sich wirkt und der Künstler erst dann zum Vorschein kommt, wenn das Bild von der Wand genommen und umgedreht wird.

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