Kunst Ölbilder

Kunst Ölbilder

Kunst Ölbilder 

 

Auch wenn sich Ölfarben kontinuierlich weiterentwickelt haben und es mittlerweile fertige Mischungen gibt, die direkt aus der Tube auf unterschiedlichsten Malgründen vermalt werden können, so ist es dennoch eine hohe Kunst, Ölbilder zu malen. Bis etwa 1410 waren Temperafarben die üblicherweise verwendeten Farben und die Bilder erhielten ihre Leuchtkraft und ihren Glanz durch einen Überzug aus Leinöl.

 

          Kunst Ölbilder

 

Jan van Eyck stieß auf den Brügger Weißlack und stellte fest, dass dieser Lack gemischt mit Ölen und Farbpigmenten zu Farben führt, die intensiv leuchten, nicht rissig werden und zudem schneller trocknen. Im Grunde kann diese Entdeckung als Geburtstunde der Ölmalerei als künstlerische Maltechnik bezeichnet werden, denn der Brügger Weißlack ähnelt dem heute üblichen Terpentin.

 

Bis in die Zeit von Tizian malten Künstler mit kleinen, dünnen Pinseln und bemühten sich, auch kleinste Details wiederzugeben. Tizians Nachfolger hingegen begannen, mit Borstenpinseln zu malen und stellten den Gesamteindruck des Bildes in den Vordergrund, während sie Details ausblendeten.

 

 

Geschichte der Ölbilder

 

Tizian war es auch, der die optischen Grautöne entdeckte und mithilfe einer Skala von gebrochenen Farben eine perfekte Abstufung von Licht und Schatten darstellen konnte. Etwa 100 Jahre später beeinflusste Velasquez die Kunst der Ölmalerei entscheidend. Er malte hauptsächlich auf grober Leinwand, grundierte diese in Venedigrot und malte seine Ölbilder dann ohne Vorskizzierungen mit Pinseln, die prall mit Farbe benetzt waren.

 

Dabei legte er im ersten Schritt die Untermalung mit graustichigen Farben an und gestaltete das Bild im zweiten Schritt dann spontan. Diese Art der Ölmalerei findet sich auch bei Picasso wieder. Im Hinblick auf eine Anleitung für die Ölmalerei gilt es zunächst, die Farbharmonie zu beachten. So gelten Ocker und rotstichige Farben als warme Farben während Purpur sowie grün- und blaustichige Farben zu den kalten Farben gehören, wobei die Beleuchtung eine entscheidende Rolle spielt.

 

Zudem lässt sich die Ölmalerei in drei Techniken einteilen. Bei der Schichtenmalerei wird das Bild in mehreren Sitzungen fertiggestellt, indem auf einer bereits vorhandenen Farbschicht gemalt oder diese Schicht übermalt wird. Die Basis für das Ölbild bilden eine Skizze sowie Licht und Schatten, die eigentliche Farbgestaltung erfolgt erst mit den abschließenden Farbschichten. Bei der Primatechnik wird mit pastosen Ölfarben gemalt und das gesamte Bild wird in einem Durchgang gefertigt. Die Lasurtechnik begründet sich auf dünnen Farbschichten aus stark verdünnter, nahezu flüssiger Ölfarbe, die auf einen hellen, feuchten Untergrund aufgetragen wird. 

 

 

Bild-Galerie als Video, über Stillleben und Kunst-Ölgemälde:

 

 

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